Feuerwehr präsentiert neues Einsatzfahrzeug

Feuerwehr präsentiert neues Einsatzfahrzeug

Mit Unterstützung erfahrener Feuerwehrleute konnten Jung und Alt selbst ein Auto in seine Einzelteile zerlegen.

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ eilen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hoetmar Menschen in Not jederzeit zur Hilfe. Künftig können sie dabei auf ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) zurückgreifen, welches sie am Sonntag im Rahmen eines Tages der offenen Tür offiziell in den Dienst stellten.

Ein neues Multitool für die Feuerwehr

„Wir müssen handlungsfähig bleiben, wenn andere Systeme an ihre Grenzen stoßen oder ausfallen“, sagte Carsten Recker als Löschzugführer. Das HLF 20 sei das „Multitool der Feuerwehr“, das sowohl für die Brandbekämpfung als auch für technische Hilfeleistungen jeglicher Art ausgerüstet sein.

Stellten das neue Fahrzeug in Dienst: (v. l.) Andrea Ohlmeier, Carsten Recker, Bürgermeister Peter Horstmann, Frank Sölken und Tobias Aundrup.
 Allein im vergangenen Jahr sei der Löschzug Hoetmar zu 39 Einsätzen alarmiert worden und habe 1137 Einsatzstunden geleistet. Ohne moderne und leistungsfähige Technik könne man das sich im Wandel befindende Einsatzspektrum schwer meistern. Mit Bürgermeister Peter Horstmann war sich Carsten Recker aber einig, dass die modernste Technik keine Menschen rette, Brände lösche oder Keller auspumpe. „Die wichtigste Ressource der Feuerwehr sind nicht die Gerätehäuser oder Fahrzeuge, sondern engagierte Menschen“, sagte Peter Horstmann. Wenn aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt auch Investitionen in die Feuerwehr kritisch hinterfragt würden, bedeute dies keinesfalls weniger Wertschätzung. Das Gegenteil sei der Fall: „Wir als Stadt Warendorf sind stolz auf sie.“ Zugleich rief der Bürgermeister dazu auf, sich in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren.

Menschen sind wichtigstes Gut der Wehr

„Die Feuerwehr braucht Menschen, die für ihre Mitmenschen einstehen“, schloss sich Frank Sölken als Leiter der Feuerwehr Warendorf dem Aufruf an. Für die Kameraden sei die Wehr mehr als ein Hobby – sie stehe für Gemeinschaft und Zusammenhalt. In den vergangenen Jahren seien die Aufgaben der Feuerwehren immer komplexer, umfangreicher und anspruchsvoller geworden: „Umso bemerkenswerter ist es, dass die Menschen, die diese Aufgaben bewältigen, dies ehrenamtlich tun.“ Ferner war es Frank Sölken wichtig zu betonen, wie sehr die sieben Löschzüge im Stadtgebiet an einem Strang ziehen würden. Erst dieses enge Miteinander mache die Feuerwehr Warendorf zu dem, was sie heute sei: Eine leistungsfähige, schlagkräftige und verlässliche Organisation, die Tag und Nacht für die Sicherheit der Bürger bereitstehe.

Nach der Schlüsselübergabe an den Löschzug Hoetmar segnete Feuerwehrseelsorger Martin Kofoth das neue HLF 20. Während der Segnung wünschte er sich, dass die Kameraden von all ihren Einsätzen sicher nach Hause kommen und aus der Bevölkerung die Wertschätzung erfahren, die sie verdient haben.

Informationen aus erster Hand

Natürlich hatten alle Gäste am Sonntag auch die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Arbeit des Löschzugs Hoetmar zu informieren sowie die Fahrzeuge und das Gerätehaus zu besichtigen. Wer wollte, konnte mit Schere und Spreizer selbst einmal versuchen, eine eingeklemmte Person aus einem Auto zu befreien. Für die jüngsten Besucher gab es eine Kinderbelustigung und für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Quelle: Die Glocke

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