DLRG, Feuerwehr & Co suchen Aktive

DLRG, Feuerwehr & Co suchen Aktive

Wer kommt, wenn nichts mehr geht? Dieser Satz steht auf einem Banner, das an der B 64 angebracht worden ist. Die Stadt Warendorf beteiligt sich damit an einer Kampagne des Landes. Die Bedeutung des Ehrenamts im Katastrophenschutz soll verdeutlicht werden.

Die Warendorfer Organisationen stehen vor ähnlichen Problemen wie der durchschnittliche Verein: Immer weniger Menschen wollen sich kontinuierlich engagieren. Und wenn sie dabei sind, dann bringen sie weniger Zeit mit. Das hat zum Beispiel Jens Peters vom DRK-Ortsverein Warendorf beobachtet. Es gebe mehr Mitglieder, die insgesamt aber weniger Stunden leisten würden. Waren früher 150 Stunden im Jahr die Regel, sind es heute eher 75. „Gleichzeitig sind die Anforderungen gestiegen. Deshalb benötigen wir mehr Köpfe“, sagt Jens Peters. Das DRK in Warendorf hat derzeit 60 ehrenamtliche Kräfte in seinen Reihen, hinzu kommen 20 in der Jugendabteilung. Derzeit gibt es Überlegungen, den Einstieg in die Arbeit im Katastrophenschutz niederschwelliger zu gestalten. Lange Wartezeiten auf Lehrgänge sollen so vermieden und erste Einsätze bei Notfällen früher möglich gemacht werden.

Gesucht werden von THW, DLRG und Co. aber nicht immer gleich Ehrenamtliche, die im Katastrophenfall ins Rad greifen. Beispiel DLRG: Sie verfügt derzeit über 15 Einsatzkräfte. Es gibt etwa Taucher, die zum Einsatz kommen, wenn jemand in einem See vermisst wird. Diese Ausbildung ist durchaus komplex. Anders sieht es beim Rettungsschwimmer aus. Diese Ausbildung ist nach Angaben des DLRG-Vorsitzenden Marius Ruten vergleichsweise einfach. Und Einsatzmöglichkeiten gibt es zum Beispiel am Feldmarksee vor der Haustür oder alternativ im Sommer an Nord- und Ostsee.

Gesucht werden Ehrenamtliche quer durch alle Altersgruppen. Mario Raab von der Ortsgruppe Warendorf des THW berichtet, dass auch schon ein 60-Jähriger die Grundausbildung der Organisation absolviert hat und danach auch im Einsatz gewesen ist. Aktuell wird zum Beispiel eine Fachgruppe Elektroversorgung aufgebaut, für die Elektriker benötigt werden. „Wir suchen aber nicht nur Elektriker“, sagt Mario Raab.

1,8 Prozent der Bevölkerung helfen

Generell gilt: Wenn drei Prozent der Bevölkerung sich bei DRK, THW, Feuerwehr und Co. engagieren, dann ist eine Stadt sehr gut aufgestellt. In Warendorf sind es nach Angaben von Bürgermeister Peter Horstmann derzeit nur 1,8 Prozent. Das heißt: Die Situation ist nicht schlecht, aber es gibt noch Luft nach oben.

„Man wird wirklich gebraucht. Ich glaube, dass das ein sehr großer Anreiz ist“, sagt Mario Raab über die Arbeit der Hilfsorganisationen. Und die Bandbreite ist riesig. Das THW hat zum Beispiel Kräfte, die auch im Ausland im Einsatz sind.

Zahlen & Fakten

Feuerwehr: Die Freiwillige Feuerwehr hat derzeit 337 Einsatzkräfte. 35 Mitglieder sind in der Jugendfeuerwehr (davon 8 mit Einsatztätigkeit), 79 in der Kinderfeuerwehr. In der Unterstützungsabteilung sind 19 Aktive, in der Ehrenabteilung 106.

Malteser: Die Ortsgruppe hat 100 aktive Mitglieder, davon sind 24 in der Notfallvorsorge tätig. Diese 24 sind so ausgebildet, dass sie im Fall einer Katastrophe helfen können.

THW: Der Ortsverband hat 140 Mitglieder. 56 ausgebildete Einsatzkräfte gibt es, die zum Beispiel bei Hochwasserlagen angefordert werden.

DRK: Im Ortsverband Warendorf sind 60 Ehrenamtliche sowie 20 Jugendliche aktiv. In Freckenhorst sind es 70 Ehrenamtliche.

DLRG: Sie hat 50 Mitglieder und 15 Einsatzkräfte. Das sind Rettungsschwimmer ebenso wie Einsatztaucher.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es eine Übersicht über die einzelnen Angebote.

https://glocke.link/dXtef

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