Wasserversorgung erfordert gezielte Zusammenarbeit

Wasserversorgung erfordert gezielte Zusammenarbeit

Teamarbeit: Mit vereinten Kräfte wurde die Saugleitung durch die Feuerwehrkräfte in das mobile Wasserbecken gelassen.

„Extremwetterlagen gibt es immer öfter. Im vergangenen Jahr wäre es fast zu einem Waldbrand gekommen“, macht Carsten Recker deutlich, dass ein Szenario wie in der Übung am Montag auch in der heimischen Region so abwegig nicht ist. Der Stellvertretende Leiter des Löschzugs Hoetmar hatte die Übung zusammen mit Löschzugführer Willi Kottenstedde und Dirk Dollmann vorbereitet und übernahm am Montagabend auch die Leitung.

Eine große Herausforderung bei Bränden im Außenbereich ist schon immer die Wasserversorgung. „Je wärmer die Sommer werden, desto weniger Wasser befindet sich in den Löschteichen“, weiß Recker. Darauf hat die Feuerwehr Warendorf mit der Aufstellung einer Wasserkomponente reagiert. Jeder der sieben Löschzüge im Stadtverband verfügt über ein wasserführendes Fahrzeug, meist sind dies Tanklöschfahrzeuge. „Zusammengerechnet stehen so 17 800 Liter Löschwasser zur Verfügung“, sagt Recker. Ein Schlauchwagen komplettiert die Wasserkomponente. Im Übungsbetrieb oder im Einsatzfall zusammengearbeitet hatte die Wasserkomponente allerdings noch nicht, sodass bei der Übung am Montag die Etablierung der Abläufe im Mittelpunkt stand.

In der Nähe der angenommenen Brandstelle wurde ein großes Wasserbecken aufgebaut, das von den Fahrzeugen der Wasserkomponente befüllt und aus dem das Wasser zur Einsatzstelle gepumpt wurde. „Die Fahrzeuge holen dann neues Wasser bei einem geeigneten Hydranten“, erklärt Recker die Abläufe. Der Pendelverkehr soll die Wasserversorgung sicherstellen.

Zusätzliches Löschwasser steht im Sommer auch in zwei im Stadtgebiet stehenden Gülleauflieger zur Verfügung. Das Fahrzeug der Freckenhorster Maschinengemeinschaft mit rund 28 000 Litern Löschwasser an Bord kam am Montag ebenfalls zum Übungseinsatz.

Rund vier Minuten dauere es, bis der Wassertank eines Tanklöschfahrzeuges am Hydranten wieder befüllt sei. „Wir haben hier in Hoetmar Glück, dass der Druck am Hydranten groß ist“, sagt Recker. Der Wassertransport jedenfalls gelang am Montag gut – eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Waldbrand im Ernstfall auch tatsächlich rasch unter Kontrolle zu bekommen.

Mehr Fotos von der Übung im Internet auf www.die-glocke.de.

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