„Ich bin stolz auf unseren Löschzug Einen und auf das, was wir leisten.“ Ausdrücklicher und nachhaltiger ging es wohl kaum im Jahresrückblick des Einheitsführers Christian Schmidt bei der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Einen der Feuerwehr Warendorf. Man merkte es Schmidt an, dass seine Worte wirklich von Herzen kamen. Zu Beginn der Versammlung ließ der Löschzugführer das Einsatzjahr 2025 Revue passieren und erinnerte an viele schöne Momente. Zudem wies er darauf hin, dass der Löschzug voraussichtlich im März sein neues Hilfsgruppenlöschfahrzeug (HLF) bekommt. Das derzeitige HLF bleibt aber weiter am Standort Einen. Somit ist der Löschzug für die Löschwasserversorgung in Außenbereichen noch besser aufgestellt. Schmidt betonte, dass der Ortsteil Einen aus feuerwehrtechnischer Sicht gut aufgestellt sei. „Doch wir dürfen nicht stehenbleiben“, mahnte er und wies auch darauf hin, dass der Löschzug Einen räumlich deutlich an seine Grenzen stoße. Man müsse sich in Zukunft auch mit baulichen Lösungen beschäftigen. Christian Schmidt hob hervor, dass es der Löschzug geschafft habe, junge Kameraden und Kameradinnen für Führungsaufgaben innerhalb des Löschzuges zu begeistern. Das sei keinesfalls selbstverständlich. Daher müsse man das Thema Führung sehr genau im Auge behalten. Zum Abschluss bedankte sich der Löschzugführer ausdrücklich bei seinen Kameraden und deren Familien für die geleistete Arbeit.
Schriftführer Niels-Peter Wissmann ließ in seinem Rückblick die Zahlen sprechen. So hatte der Löschzug Einen unter anderem 26 Einsätze, davon waren 19 Einsätze unter dem Stichwort „technische Hilfe“, lediglich sechs Einsätze liefen unter dem Stichwort „Feuer“. Im Durchschnitt dauerte es neun Minuten, bis die Kameraden an ihrem Einsatzziel angekommen waren.
Der Löschzug hat zur Zeit 91 Mitglieder, davon sind 47 aktive Mitglieder, 17 Mitglieder gehören der Kinderfeuerwehr an und 17 Mitglieder der Ehrenabteilung. Die Kameraden können auf beachtliche 65 Prozent Übungsbeteiligung und etwa 1400 geleistete Dienststunden zurückblicken. Insgesamt leisteten die Kameraden des Löschzugs Einen rund 2786 ehrenamtliche Stunden.
Auszeichnungen für großes Engagement
Die Aktivitäten der Ehrenabteilung zeigte in seinem Bericht Ferdi Bruns auf. Tanja Pöhling berichtete aus dem Alltag der Kinderfeuerwehr. Auch sie bedankte sich ausdrücklich bei ihrem gesamtem Team für die geleistete Arbeit. Frank Sölken, Leiter der Feuerwehr Warendorf, sagte „aus voller Überzeugung Danke“ für den Schutz der Bürger. Er betonte, dass es enorm wichtig sei, dass sich die Kameraden aufeinander verlassen können und die ehrenamtlichen Strukturen der Feuerwehr in Warendorf unbedingt erhalten werden müssten.
Die Ratsmitglieder Frederik Büscher (CDU) und Andrea Kleene-Erke (SPD) bedankten sich ebenfalls für die geleistete Arbeit der Feuerwehr. Und selbstverständlich standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Fünfmal den Leistungsnachweis hatte Martin Sigmund absolviert. Das Leistungsabzeichen in Silber für dreimalige Teilnahme erhielten Tizian Kreimer, Niels-Peter Wissmann und Simon Merten. Bereits seit 50 Jahren engagieren sich Gregor Stockmann und Leo Suer in der Feuerwehr und wurden dafür geehrt. Seit zehn Jahren ist Tizian Kreimer in der Feuerwehr aktiv.
