Einsatzart: überörtliche Hilfe
Einsatzort: Bönen
Alarmierung: am Samstag, 30.06.2018, um 20:17 Uhr
Am Einsatz beteiligte Einheiten:
Alarmierte Organisationen:



Fahrzeuge am Einsatzort::

  • 1-ELW 1

  • 2-MTF
  • Einsatzbericht:

    Die Feuerwehr Bönen (Kreis Unna) hat bei der Bekämpfung des Großbrandes einer Recyclinganlage (sechs Lagerhallen) an der Autobahn A2 auch Unterstützung aus dem gesamten Kreis Warendorf erhalten. Da die Löscharbeiten noch die gesamte Nacht andauern sollten, ertönten am Samstagabend auch die Alarmmelder der Wehren im Kreis Warendorf. Ab 21.30 Uhr sammelten sich 140 Einsatzkräfte, darunter zwölf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf, an der Wache in Drensteinfurt. Die Warendorfer fuhren mit einem Mannschaftstransportfahrzeug, einem Einsatzleitwagen und einem Feuerwehr-Pkw im Konvoi mit, um in Bönen die erschöpften Kameraden zu unterstützen und abzulösen. Insgesamt waren 30 Fahrzeuge aus dem Kreis im Einsatz. Koordiniert wurde der Einsatz von Kreisbandmeister Heinz-Jürgen Gottmann. Mit dabei der Warendorfer Löschzugführer Thomas Steinhoff: „Als wir in der Nacht am Einsatzort ankamen, hatte das Feuer bereits auf sechs Lagerhallen übergegriffen. Erschwerend kam hinzu, dass die Stahlkonstruktion eingestürzt war, die Stahlträger auf dem Brandgut, bis zu vier Meter hohe Kunststoff-Müllberge, lagen. Ein Betreten der Halle war nicht mehr möglich. Unsere Aufgabe war ein massiver Löschangriff – bis zu 6500 Liter pro Minute.“ Für die Feuerwehrkameraden aus dem Kreis war der Einsatz um 8 Uhr zu Ende, das Feuer aber noch nicht gelöscht.

    Die Autobahn 2 war im Abschnitt des Großbrandes über etliche Stunden gesperrt. Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Es ist der größte Brand im Kreis Unna (NRW) seit Jahrzehnten. Die Löscharbeiten dauern an.

    Einsatzkräfte aus dem gesamten Regierungsbezirk Arnsberg waren vor Ort. Sie haben am Samstagabend die heimischen Feuerwehrkräfte größtenteils abgelöst. Die waren durch die Arbeiten in der prallen Sonne ausgezehrt. Insgesamt wurde über den Samstag das Personal dreimal komplett ausgetauscht.

    Was am Samstag zunächst nach einem harmlosen Schwelbrand aussah, entwickelte sich wegen der Hitze, der trockenen Witterung und des starken Windes zu einer Feuerhölle, gegen die seit Samstagmorgen Hunderte von Einsatzkräften aus der gesamten Region ankämpfen, auch aus Warendorf und Münster. Mehr als 200 Kräfte aus der Region waren beteiligt. Das Feuer ist nach dem Nachteinsatz unter Kontrolle, die Rauchentwicklung hat stark nachgelassen, so ein Feuerwehrsprecher vor Ort. Aber noch ist nicht „Feuer aus“ gemeldet. Für Sonntag werden frische Einsatzkräfte erwartet. Die Ermittlungen dauern an.

    Quelle: Westfälische Nachrichten

    Montag, 19. November 2018

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