Wackelige Beine auf der Drehleiter - Ferienaktionstage in Warendorf

Was gehört alles zur Ausrüstung eines Feuerwehrmanns? Wie hoch kann die Drehleiter fahren? Und wozu sind die verschiedenfarbigen Anschlüsse am Löschfahrzeug da? Diese und unzählige weitere Fragen bekamen gestern 35 Kinder von echten Experten beantwortet.

Im Rahmen der Ferienaktionstage hatten Mirjam Pollmeyer und ihr Team von der Brandschutzerziehung in die Warendorfer Feuerwache am Holzbach eingeladen und damit Kinderherzen höherschlagen lassen. So zum Beispiel bei Tialda Lynn aus Warendorf: „Ich möchte unbedingt Feuerwehrfrau werden“, erzählt die Neunjährige und strahlt. „Mein Onkel ist auch bei der Feuerwehr, der hat mir schon viel gezeigt.“
Obwohl das Mädchen sich schon ein bisschen auskannte, war der Besuch der Wache ein aufregendes und informatives Erlebnis. „Das Anziehen sollte in der Regel nicht länger als 30 bis 45 Sekunden dauern“, lernten Tialda Lynn und die anderen Kinder von Feuerwehrmann Sven Langer. „Schließlich müssen spätestens nach neun Minuten neun Mann mit einem Gruppenführer am Einsatzort sein. Da haben wir keine Zeit zu trödeln“, erklärt der Brandschutzerzieher.
Neben der Ausrüstung der Kameraden lernten die Kinder die Ausstattung eines Löschfahrzeugs kennen – eine kurze Fahrt samt Blaulicht natürlich inklusive. „Die darf nicht fehlen“, weiß Pohlmeyer aus Erfahrung. Eigens für diese Fahrten, die für Kinder grundsätzlich einen Höhepunkt darstellen, hat die Gruppe der Brandschutzerziehung Kindersitze angeschafft. „Natürlich in Rot“, betont die Feuerwehrfrau mit einem Augenzwinkern. „Ohne dürfen wir die Kinder nicht mitfahren lassen – sonst purzeln sie uns durchs Auto.“
Wackelige Beine bekamen einige der Mutigen, die sich trauten, mit der Drehleiter auf 30 Meter hochzufahren. Das gab auch Felix unumwunden zu: „Das ist schon was anderes als auf einem Berg. Der feste Boden unter den Füßen fehlt.“ Der Zwölfjährige ist Hobbykletterer und kennt sich mit Höhe deshalb eigentlich aus. Für Kumpel Tobias ist die Feuerwehr wie ein zweites Zuhause, sind seine Eltern doch beide in Warendorf im Einsatz. Trotzdem findet er solche Tage wie gestern immer wieder aufregend. „Es war, ist und bleibt einfach mein Traumberuf“, ist der Zwölfjährige sicher.
Weiterer Höhepunkt war das Wasserspritzen mit dem Löschschlauch, das viel anstrengender ist, als es aussieht. „Das wird nach einer Zeit ganz schön schwer“, stellte Tialda Lynn fest. Bis sie ihren Traumjob antreten kann, hat die Neunjährige ja noch ein bisschen Zeit zum Üben.

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Quelle: Die Glocke

Samstag, 18. August 2018

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