Feuerwehr probt mit Schutzmasken für Ernstfall

Fast wie ein Dosenöffner bohrt sich der Haken des Stabfast in das Dach des auf der Seite liegenden Mercedes. Wenige Momente später ist das Abstützsystem installiert und das Auto stabilisiert. Der zunächst leichte und später kräftigere Druck gegen Unterboden und Dach macht deutlich: Das Fahrzeug bewegt sich nicht mehr.

Die Sicherheit der Teilnehmer ist beim neu gestarteten Übungsbetrieb wichtig:

Die Feuerwehrleute tragen Schutzmasken.

Bevor es an die Rettung der Insassen gehen kann,

muss der Unfallwagen mit dem Stabfast stabilisiert werden.


Jetzt könnte die patientenschonende Rettung des möglicherweise eingeklemmten Fahrers, eines Beifahrers oder von Passagieren auf der Rückbank beginnen. Allerdings nicht am Montagabend, denn Personen befanden sich nicht in dem Fahrzeug, das auf dem Gelände des Löschzugs Hoetmar bereitstand.
Im Mittelpunkt eines der ersten Übungsabende, der bei der Hoetmarer Wehr nach der Corona-Zwangspause wieder stattfinden konnte, stand nicht die tatsächliche Rettung von Verkehrsunfallbeteiligten, sondern vielmehr deren Vorbereitung und der fachgerechte Umgang mit allerlei technischem Gerät wie dem Stabfast, der Rettungsschere und dem Spreizer.
„Das Stabfast-System liegt verpackt in einer Tasche im Einsatzwagen“, weiß Löschzugführer Willi Kottenstedde. „Wenn man das ein halbes Jahr nicht mehr in der Hand gehabt hat und es dann möglicherweise unter Zeitdruck bei einem realen Notfall zum Einsatz bringen will, kann das schwierig werden“, ist sich Kottenstedde sicher. Das gelte natürlich auch für anderes technisches Gerät.
Und so war nicht nur der Löschzugführer froh darüber, dass die Corona-Zwangspause für die Übungsabende beendet ist. Christoph Mense, Dirk Dollmann, Klemens Bröker und Steffen Sickmann übten am Montag am Feuerwehrgerätehaus. Andere Mitglieder des Löschzugs sind – ebenfalls in kleine Gruppen eingeteilt – an anderen Tagen zu Übungen eingeladen.
„Der gesamte Löschzug ist in sechs Gruppen mit maximal sieben Personen aufgeteilt“, erläutert Willi Kottenstedde. Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich. Corona-Sicherheitsvorkehrungen und Hygienebestimmungen spielen beim wieder aufgenommenen Übungsdienst ebenso eine Rolle wie bei Einsätzen. „Wir versuchen, mit möglichst vielen Fahrzeugen auszurücken, um Abstände einzuhalten.“
Die Einsatzbereitschaft des Löschzugs Hoetmar und der gesamten Wehr leide darunter nicht, ist Kottenstedde überzeugt – auch wenn die letzte Übung vor dem jetzt erfolgten Restart am 9. März stattgefunden hatte. Schließlich böten die Übungsabende in kleinen Gruppen viel mehr Gelegenheit, Arbeiten auch einmal selbst durchzuführen.

Auch der Umgang mit dem Spreizer stand am Montag auf dem Übungsplan

der Feuerwehrleute, die in mehrere kleine Gruppen eingeteilt worden waren.

 

Quelle: Die Glocke

Donnerstag, 26. November 2020

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