Feuerwehr zieht Fazit - Rauchmelder retten wirklich Leben

Seit rund zwei Jahren gibt es die Rauchmelderpflicht. Für die Warendorfer Feuerwehr ist das eine großer Segen. Dem Stadtbrandinspektor Christof Amsbeck kennt mehrere Fälle, in denen die Melder Leben gerettet haben.

Das letzte Jahr war turbulent für die Warendorfer Feuerwehr . Durch zwei Stürme und die extreme Trockenheit waren die Einsatzzahlen von 402 im Jahr 2017 auf 543 im vergangenen Jahr gestiegen.Das Spektrum der Einsätze ist groß. Die Feuerwehr umfasst sieben Löschzüge. Zwei direkt in Warendorf und jeweils einen in Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Einen und Vohren. Mit 321 aktiven ehrenamtlichen Feuerwehrleuten werden 36 Fahrzeuge besetzt. Eine große Bereicherung stellt die Rauchmelderpflicht in Privathaushalten dar, die 2016 in Kraft getreten ist.

„Für uns ist das ein großer Segen, da der Brand früh erkannt wird. Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass man durch den Rauchgeruch aufwacht. Das Gegenteil ist der Fall: Durch das Kohlenmonoxid wacht man nicht mehr auf“, sagt Christof Amsbeck , Stadtbrandinspektor und Leiter der Warendorfer Wehr. Die Einsatzzahlen seien durch die gesetzlichen Änderungen allerdings nicht nennenswert gestiegen. Auch Fehl- beziehungsweise Falschalarme sind laut Amsbeck so verschwindend gering, dass sie in der Gesamtstatistik nur einen marginalen Anteil hätten.

Amsbeck erläuterte gegenüber der WN die Funktionsweise: In einem Rauchmelder sind Fotozellen verbaut, die regelmäßig Lichtblitze abgeben. Diese Blitze werden zurückgespiegelt. Sollte diese Spiegelung nicht zurück zur Fotozelle gelangen, ertönt der Alarm. Nach der Montage hat der Privathaushalt erst einmal Ruhe, denn die Rauchmelder haben in der Regel eine Lebensdauer von zehn Jahren. „Mir fallen spontan zwei Fälle aus der Vergangenheit ein, bei denen Menschenleben durch die Melder gerettet worden wären“, sagte Christof Amsbeck.Insgesamt zeigt die Tendenz der Einsätze nach oben. „Man kann sagen, dass die Einsatzzahlen von Jahr zu Jahr kontinuierlich steigen“, so der Leiter der Feuerwehr Warendorf.

Der Feuerwehrverband hat mit weiteren Verbänden die Internetplattform www.rauchmelder-lebensretter.de ins Leben gerufen.
Es handelt es sich ein Informationsportal, auf dem sich Verbraucher rund um die lebensrettenden Melder informieren können.

 

Leiter der Feuerwehr Warendorf Christof Amsbeck

Quelle: Westfälische Nachrichten

Donnerstag, 25. April 2019

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