Einsätze erreichten nach neun Jahren wieder ein Rekordhoch

402 Einsätze im Jahr 2017 leisteten die sieben Löschzüge der Feuerwehr Stadt Warendorf.

Im Jahr 2016 waren es mit 357 Alarmierungen 45 Einsätze weniger. Mit 402 Einsätzen wurden nach 2008 wieder mehr als 400 Einsätze bewältigt.
Besonders die Einsätze in der zweiten Januarhälfte hatten es in sich und dürften bei den Einsatzkräften noch lange in Erinnerung bleiben. Innerhalb von wenigen Stunden ereigneten sich zwei schwere Unglücksfälle in Warendorf und Milte. Die Eurobahn kollidierte an der Kreuzung Osttor frontal mit einem Sattelzug zusammen. Zum Glück wurden nur wenige Personen leicht verletzt. Ein wahres Trümmerfeld bot sich den Einsatzkräften. Der Sachschaden betrug weit über eine Million Euro.
Nur einige Stunden später kam es im Ortsteil Milte zu einem schweren Wohnhausbrand. Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte bereits ein Großteil des gesamten Wohnhauses an der Telgenstraße in voller Ausdehnung. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte konnte eine Person nur noch Tod aus dem Brandhaus geborgen werden. Eine weitere Person kam mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik.
Der zweite Großbrand ereignete sich im September in der Hoetmarer Dorfbauerschaft. Dort brannte ein Strohlager mit einigen hundert Großballen. Die Einsatzkräfte waren inklusive einer nächtlichen Brandwache über 17 Stunden im Einsatz um die Ballen auseinanderzuziehen und abzulöschen.
Zu den zwei Großbränden kommen noch 5 Mittel- und 43 Kleinbrände. Diese Anzahl ist im Gegensatz zu 2016 mit 64 Bränden leicht gesunken. Eine Vielzahl von Kleinbränden wurden Dank des schnellen und gezielten Eingreifens der Löschzüge und / oder durch mittlerweile vorhandene Heimrauchmelder frühzeitig erkannt, die somit ein größeren Schaden vermieden haben.
Die automatischen Brandmeldeanlagen in Sonderobjekten lösten 50 mal aus. In 21 Fällen löste die Anlage bestimmungsgemäß aus und dadurch konnte ebenso ein Schadensereignis frühzeitig erkannt und entgegengewirkt werden.
Von 230 technischen Hilfeleistungen waren 52 Verkehrsunfälle, 67 Ölspuren und 54 Wasser- Sturmschäden. In 30 Fällen waren Personen in Notlage. Insgesamt wurden 76 Personen verletzt und für vier kam trotz aller Bemühungen leider jede Hilfe zu spät.
Außerhalb des Stadtgebietes waren die Löschzüge sechszehn Mal tätig. In den meisten Fällen wurden Sonderfahrzeuge zur überörtlichen Hilfe angefordert.

Freitag, 19. Januar 2018

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