Landesweite Kampagne: Freiwillige Feuerwehr sucht ehrenamtliche Mitstreiter

„Wir brennen für den Einsatz“ ist auf dem großflächigen Plakat zu lesen. Mit einer landesweiten Kampagne unter dem Motto „Für mich. Für alle“ werben die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen um neue ehrenamtliche Mitglieder.

Dieser Werbeaktion hat sich auch die Freiwillige Feuerwehr Warendorf angeschlossen. Auf sieben großflächigen Plakaten wird im Warendorfer Stadtgebiet zehn Tage lang für die gute Sache geworben. Als Botschafter der Aktion in Warendorf ist Helmut Pöhling tätig. Er hat an der Vorbereitung der Kampagne zusammen mit 396 Vertretern aus NRW-Kommunen teilgenommen. »Wir wollen verdeutlichen, dass bei der Feuerwehr jeder willkommen ist.

Wer Interesse hat, wird über die Internetseite der Kampagne sowie über Facebook an uns weitergeleitet. Wir beantworten alle Fragen und geben Kontaktmöglichkeiten zu unseren Löschzügen«, sagt er.  Getragen wird die Kampagne zudem im Internet mit der Webseite www.freiwilligefeuerwehr.nrw sowie mit der facebook-Seite www.facebook.com/freiwilligefeuerwehrNRW. Initiiert hat die Aktion der Verband der Feuerwehren und das nordrheinwestfälische Innenministerium. Konzipiert wurde die landesweite Aktion von einer Werbeagentur. Die Kampagne wird zudem wissenschaftlich begleitet. Die aktuelle Plakat-Kampagne läuft noch bis zum 13. Februar. Landesweit sind 1450 Plakate mit sechs unterschiedlichen Motiven zu sehen.

„Wir brauchen immer Männer und Frauen, die Interesse an dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe haben“, sind sich Christof Amsbeck, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf und seine Stellvertreter Olaf Schröder und Lars Recker einig. In den Löschzügen der einzelnen Stadt- und Ortsteile sind derzeit 314 ehrenamtliche Feuerwehrleute aktiv. „Wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte“, fügt der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf hinzu. Zielgruppe sind erwachsene Männer und Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Studenten und Jugendliche ab 16 Jahren als zukünftige Kräfte sowie Arbeitgeber. Gerade bei Firmen geht es in puncto Tagesverfügbarkeit darum, sie vermehrt für das Ehrenamt zu sensibilisieren. »Wir müssen wieder dahin kommen, dass Bewerber ihre Mitgliedschaft in der Feuerwehr nicht verschweigen, weil sie Nachteile befürchten«, sagt Christof Amsbeck.

Aber auch ältere Interessen dürfen sich melden, auch wenn die Zeit bis zum Höchstalter von aktuell 63 Jahren dann vielleicht etwas kürzer ist. Wichtigste Voraussetzung sei das Interesse an den Aufgaben der Feuerwehr. „Technische Verständnis ist ebenfalls von Vorteil, außerdem ist eine gewisse körperliche Fitness von Vorteil“, sagt der Leiter der freiwilligen Feuerwehr, Christof Amsbeck. „Wir haben aber so viel verschiedene Aufgaben, dass wir jeden nach seinen Fähigkeiten einsetzen können“, fügt er hinzu. Die ersten zwei Jahre sind für die neuen Ehrenamtlichen gespickt mit Lehrgängen: Grundausbildung, Atemschutzgeräteträgerlehrgang, Funkerlehrgang, Maschinenlehrgang. Danach seien die Ehrenamtlichen soweit ausgebildet, dass sie multifunktional einsetzbar sind.

„Einsätze können aber auch nach den ersten Modulen schon mitgemacht werden“, ergänzt Lars Recker. In ihrer Mitgliederwerbung setzen die Warendorfer Löschzüge dabei nicht nur auf Männer zwischen 18 und 45 Jahren, sondern insbesondere auch auf Frauen. „Wir denken auch über Möglichkeiten der Kinderbetreuung nach, so dass auch Frauen oder Männer, die in Elternzeit sind, ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv werden“, sagt Christof Amsbeck. Willkommen sind in den Löschzügen im Stadtgebiet auch sogenannte Rückkehrer, „also Leute, die früher mal aktiv in der Feuerwehr waren und dann eine Pause eingelegt haben“, ergänzt Kampagnenbotschafter Helmut Pöhling.

 Wünschen sich neue Mitglieder: (v. l.) Kampagnenbotschafter Helmut Pöhling mit Lars Recker,

Christof Amsbeck und Olaf Schröder (alle Wehrführung). Bild: Baumjohann

Dienstag, 17. Oktober 2017

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