Brände löschen sie noch nicht - Erste Kinderfeuerwehr gegründet

„Wenn ich groß bin, möchte ich Feuerwehrmann werden.“ Für viele Kinder ist es Berufswunsch Nummer eins, mit Blaulicht durch die Straßen zu fahren, Brände zu löschen und Leben zu retten. In Hoetmar können alle Kinder ab sechs Jahren nun ihren großen Traum leben und sich wie ein echter Feuerwehrmann fühlen. Der Löschzug Hoetmar gründete die erste Kinderfeuerwehr im Kreis Warendorf.

„So viele Kinder haben wir gar nicht erwartet“, zeigte sich Josef Recker, ehemaliger Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf und Mitinitiator der Kinderfeuerwehr, begeistert. Mehr als 30 Kinder waren zu einem ersten Schnuppernachmittag in das neue Feuerwehrgerätehaus gekommen.
Im Unterschied zur Jugendfeuerwehr nehmen die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren noch nicht am aktiven Dienst teil. Stattdessen werden Themen wie Brandschutz- und Verkehrserziehung, Umweltschutz, Erste Hilfe, Sport oder das richtige Verhalten bei Gefahren im Alltag besprochen. Ebenso haben Spiel und Spaß mit Basteln und Malen einen zentralen Stellenwert. Die Mitgliedschaft in der Kinderfeuerwehr ist kostenlos.
„Der Spaß steht immer im Vordergrund“, sagte Marina Austerhoff, die mit Josef Recker, Anika Recker und Katharina Schneyer das Betreuerteam bildet: „Darüber hinaus möchten wir den Kindern soziale Kompetenzen wie Teamgeist, Kameradschaft, Respekt und Hilfsbereitschaft vermitteln.“
Geplant ist, dass die Kinderfeuerwehrleute sich künftig immer dienstags von 16.30 bis 18 Uhr treffen.
Beim Schnuppernachmittag lernten die Kinder zunächst die Freiwillige Feuerwehr Hoetmar kennen und nahmen anschließend das neue Feuerwehrgerätehaus genau unter die Lupe. Auf dem „Dienstplan“ für die nächsten Treffen stehen beispielsweise gemeinsames Basteln, Plätzchen backen für Weihnachten oder die Brandschutzerziehung unter dem Titel „Hilfe! Hier brennt’s!“. Für 2017 sind unter anderem Besuche in der Leitstelle der Feuerwehr oder bei der Rettungshundestaffel geplant.
In Nordrhein-Westfalen ist es seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz im Januar 2016 möglich, Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren in die (Kinder-)Feuerwehr aufzunehmen.
Zurzeit gibt es rund 30 Kinderfeuerwehren in NRW. „Anfang des Jahres saß ich mit Lars Recker und Willi Kottenstedde im Gerätehaus zusammen und habe einen Artikel über die Kinderfeuerwehr gelesen“, verrät Josef Recker. Alle drei seien direkt Feuer und Flamme gewesen und hätten mit weiteren Mitstreitern nach reiflicher Überlegung für die Gründung einer Kinderfeuer im Golddorf plädiert: „Unsere Wehr und unsere Zugführung stehen voll hinter dem Aufbau einer Kinderfeuerwehr.“ Gemeinsames Ziel sei es, bei den Kindern frühzeitig die Faszination für die Feuerwehr im Ehrenamt zu wecken, zu fördern und zu intensivieren.
Und er weiß, vielleicht begann mit dem ersten Treffen für manches Kind eine langjährige Laufbahn in der Freiwilligen Feuerwehr Hoetmar.

 

Startschuss: Mehr als 35 Kinder waren zum

Schnuppernachmittag bei der Kinderfeuerwehr Hoetmar

Freitag, 18. August 2017

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