Feuerwehr sehr gut aufgestellt

Die Schutzzielerreichung – Eintreffen der Einsatzkräfte in vorgegebener Personalstärke und Ausrüstung innerhalb von acht bis zwölf Minuten (Schutzzielerreichungsgrad 1) beziehungsweise nach 13 bis 15 Minuten (Schutzzielerreichungsgrad 2) zu jeweils mehr als 90 Prozent der Einsätze – stelle die Wehr jedes Jahr erneut vor eine besondere Herausforderung, erklärte Schröder. Die Auswertung der Zahlen aus dem Jahr 2015 veranlasste Dr. Martin Thormann, Erster Beigeordneter der Stadt Warendorf, zu der Feststellung: „Die Feuerwehr befindet sich auf einem hervorragenden Weg.“

Damit dies auch in Zukunft so bleibt, wird in einem Arbeitskreis regelmäßig über weitere Optimierungen der Feuerwehrarbeit diskutiert. Dabei wird immer wieder auch die Standortfrage in den Blick genommen. Aktuell sind in der Kernstadt Warendorf Feuerwehrgerätehaus und Rettungswache an der Straße „Am Holzbach“ im Gewerbegebiet Ost angesiedelt. Außerdem unterhält die Feuerwehr den Standort Nord auf dem ehemaligen Brinkhausgelände. Ob dieser – aus Sicht der Feuerwehr bewährte – Standort im Zuge einer möglichen Neunutzung der Emsinsel dauerhaft zur Verfügung stehen wird, ist fraglich. Deshalb werden seit geraumer Zeit Alternativplanungen in den Blick genommen. Nachdem beispielsweise der Sophienpark am Emssee als Baugelände für ein Feuerwehrgerätehaus aufgrund von Bürgerprotesten verworfen worden war, rückte der Kreisverkehr an der Milter Straße / Stadtstraße Nord in den Fokus von Politik und Verwaltung. Der ist jedoch aus Sicht der Feuerwehr nicht unproblematisch, da er für das Gros der Kameraden nur mit erheblichem Zeitverlust zu erreichen wäre.

Angedacht worden war zwischenzeitlich, am Milter Kreisel neben Gerätehaus auch die Rettungswache mit einem Neubau anzusiedeln. Dann wären laut Feuerwehr-Chef Christof Amsbeck immer vier bis fünf Kräfte vor Ort, die direkt ausrücken könnten. In jedem Fall sei die Vollendung der Stadtstraße Nord (Brückenschlag über die Ems) erforderlich.

Alle Optionen offen halten

Fazit: Mehrere Optionen sind möglich, entschieden ist noch nichts. Zum Handeln gezwungen ist die Stadt spätestens dann, wenn der Standort Brinkhaus für Feuerwehr-Zwecke nicht mehr zur Verfügung stehen sollte. Ansiedlungs- beziehungsweise Erweiterungsmöglichkeiten sollte sich die Stadt, das jedenfalls meint Christof Amsbeck, sowohl am Milter Kreisel als auch „Am Holzbach“ erhalten.

Hintergrund

„Warendorf steht unter Beobachtung der Bezirksregierung!“ Diese Aussage von Stadtbrandinspektor Olaf Schröder ist nicht so besorgniserregend, wie sie zunächst klingen mag.

Hintergrund: Städte mit mehr als 25 000 Einwohnern, darunter fällt eben auch Warendorf, sind eigentlich verpflichtet, eine hauptamtliche Wache zu unterhalten. Dank einer Ausnahmeregelung wird der Brandschutz in der Kreisstadt jedoch von der Freiwilligen Feuerwehr wahrgenommen, was der Stadt Warendorf eine enorme Kostenersparnis im Personaletat beschert. Diese Ausnahmegenehmigung wurde bereits 1994 erteilt. Und zwar unbefristet, wie Feuerwehrleiter Christof Amsbeck betont. Allerdings hat die Bezirksregierung darauf zu achten, dass Brandschutzziele unter den gegebenen Bedingungen auch tatsächlich in zufriedenstellendem Ausmaß erreicht werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Warendorf unterhält sieben Löschzüge (Warendorf 1 und 2, Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Einen-Müssingen und Vohren). 460 ehrenamtlich engagierte Kameraden sind Mitglied, von denen etwa 290 in den aktiven Dienst eingebunden sind. Die anderen 170 Jugendlichen, Männer und Frauen sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr beziehungsweise der Alters- und Ehrenabteilungen. Insgesamt 37 Fahrzeuge sind im gesamten Stadtgebiet von Warendorf stationiert.

Quelle: Die Glocke

Mittwoch, 18. Oktober 2017

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