High-Tech für die Feuerwehr

Die Stadt Warendorf beschaffte kürzlich insgesamt sechs Wärmebildkameras für die Feuerwehr. Alle sieben Löschzüge des Stadtverbandes können nun zur Bewältigung ihrer Einsätze auf ein entsprechendes Hilfsmittel zurückgreifen.

Am Standort Holzbach ist bereits seit knapp zehn Jahren eine Wärmebildkamera stationiert, welche bisher zahlreiche Einsätze auch außerhalb der Stadtgrenzen Warendorfs absolviert hat. Diese wurde zur damaligen Zeit von der Provinzial Versicherung in einer landesweiten Aktion beschafft, und der  Feuerwehr kostenlos übergeben.

Aktuell ist die Feuerwehr der Stadt Warendorf die erste Feuerwehr im Kreis Warendorf, welche alle Löschzüge mit einer Wärmebildkamera ausgestattet hat.

Eine Wärmebildkamera ist ein Gerät, welches von den Einsatzkräften direkt im Erstangriff unter schwerem Atemschutz mitgeführt wird, um vermisste Personen und / oder den Brandherd zu lokalisieren. Das Brandverhalten von Wohngebäuden hat sich in den letzten Jahrzehnten durch neuartige Baustoffe und Wärmedämmung stark verändert. Als Folge daraus, kommt es in einem geschlossenen Raum eher zu einem Schwelbrand. Der Brandrauch sammelt sich über einen langen Zeitraum im Gebäude. Dadurch ist die Sicht für die vorgehenden Kräfte stark eingeschränkt.

Bei den beschafften Wärmebildkameras handelt es sich um Kameras des Typs K50 der Firma Flir. Kameras vom gleichen Typ sind bereits im Kreis Warendorf, sowie in anderen Städten im Nachbarkreis Gütersloh im Einsatz.

Die Fa. Flir Ist weltweit führend in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Infrarot- und Luftüberwachungskameras. Seit über 50 Jahren stattet die Firma Flir Institutionen und Organisationen im wissenschaftlichen, industriellen, polizeilichen und militärischen Bereich mit Wärmebildgebungs- und Nachsichtgeräten aus.

Viele andere Anbieter von Wärmebildkameras sind mit Sensoren der Fa. Flir ausgestattet und werden unter ihren eigenen Namen vertrieben.

Die Wärmebildkameras sind robust, bieten scharfe und klare Wärmebilder bis zu 320x240 Pixeln auf einem 4“-Display und sind einfach auch von Einsatzkräften mit Handschuhen zu bedienen. Sie wiegen betriebsbereit weniger als 1,1kg.

Die Wärmebilder lassen sich in der Kamera speichern und mittels Kabel auf einen PC übertragen. Dort stehen sie später für die Einsatzdokumentation und Schulungszwecke oder die Brandursachenermittlung zur Verfügung. Die Kameras bieten fünf verschiedene Modi für verschiedene Einsatzsituationen, sowie einen digitalen Zoom. Am rechten Bildschirmrand befindet sich eine Temperaturanzeige von -20 bis +650 Grad Celsius.

Die Kameras wurden inkl. Fahrzeugladegerät geliefert und sind sofort Einsatzbereit im Fahrzeug verbaut.

 

Stellten die neuen Geräte vor: v.l.: Ludger Heuckmann (Hoetmar), Michael Laumann (Vohren),

Helmut Pöhling (Einen), Gereon Pleßner (Milte), Christian Reinker (Freckenhorst) und Martin Stählker (Warendorf)

 

 

Dienstag, 12. Dezember 2017

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