Junge Feuerwehrleute und Sanitäter üben gemeinsam

Gedämpft klingen die Schreie der Verletzten durch das Motorengeräusch auf den Parkplatz vor der ehemaligen Freckenhorster Hauptschule. Rauch wabert durch die Luft. Im Rahmen ihres 24-Stunden-Dienstes bekamen es die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes Freckenhorst am Pfingstsamstag mit einer Großübung zu tun.

Eine Verpuffung sollte im Gebäude der ehemaligen Hauptschule stattgefunden haben. Die Zahl der Verletzten? Unklar. Sicher war nur, dass sich einige hatten aus der Schule retten können und dann im Eingangsbereich zusammengebrochen waren. Andere Verletzte hatten sich auf das Dach gerettet. Eine Übungssituation, in der es für die Mitglieder von Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz gleichermaßen galt, Ruhe und Übersicht zu bewahren.

 

Mit schweren Brandwunden hatten es die Mitglieder des Jugendrotkreuzes,

die einen Verletztensammelplatz eingerichtet hatten, bei der Übung zu tun.

 

„Auch die Gruppenführer werden von den Kindern gestellt“, erläuterte Paul Poppenborg, der die Übung zusammen mit Tobias Nüßing und Daniel Stählker konzipiert hatte.

Während sich die Atemschutzgeräteträger der Jugendfeuerwehr um die Menschenrettung auch mittels der Drehleiter kümmerten, richtete das Jugendrotkreuz einen Verletztensammelplatz ein, um die Erstversorgung der Patienten zu gewährleisten und sie für den Weg ins Krankenhaus transportfähig zu machen. Parallel dazu kümmerten sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch um den Aufbau eines Löschangriffs. Natürlich standen den insgesamt 24 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und den zwölf Kindern und Jugendlichen des Jugendrotkreuzes erfahrene Helfer zur Seite, die Tipps zur Bewältigung der Aufgaben gaben.

 

Für die Rettung der Menschen , die auf das Dach des Schulgebäudes geflüchtet waren,

kam auch die Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz.

 

Die Großübung an der ehemaligen Freckenhorster Hauptschule war nicht die einzige Herausforderung, die im Rahmen des 24-Stunden-Diensts auf die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes wartete. Einige absolvierten die Nachwuchskräfte der Hilfsorganisationen gemeinsam, andere wie einen Pkw-Brand und die technische Hilfeleistung bei einer durch einen Baum versperrten Straße (Feuerwehr) oder die Versorgung eines Hundebisses und einer Verletzung durch eine große Glasscherbe (Jugendrotkreuz) bearbeiteten sie getrennt voneinander.

 

Für den Löschangriff galt es, die Versorgung mit Wasser sicherzustellen.

                 

Nur mit schwerem Atemschutz konnten die Feuerwehrleute in die verqualmten Räume gelangen.

 

Alle zwei Jahre organisieren DRK und Feuerwehr den 24-Stunden-Dienst für Jugendrotkreuz und Jugendfeuerwehr. Und es wird nicht nur gemeinsam geübt – auch ein Grillabend stand auf dem Programm.

 

Quelle: Die Glocke

Dienstag, 28. März 2017

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