Sicheres Zuhause: Rauchmelder können Leben retten

Unter dem Motto „Aktion sicheres Zuhause 2014“ demonstrierte Ferdi Bruns vom Löschzug Einen im Rahmen des Tages der offenen Tür in einem Modellhaus die Arbeitsweise von modernen Rauchmeldern und erklärte, wie sich Rauch verbreitet und wo man die Geräte effizient anbringt.

Allein die Zahlen lassen aufhorchen: Jeden Monat verunglücken 35 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Vor diesem Hintergrund sollte jeder Bürger Rauchmelder installieren, zumal die Installation in Wohnungen, die nach dem 1. April 2013 errichtet oder genehmigt worden sind sowie für bestehende Wohnungen bis 31. Dezember 2016 Pflicht ist.

Bruns beantwortete Fragen der Zuschauer und wurde nicht müde, zu erklären, warum Rauchmelder so wichtig sind. Dabei räumte er mit gefährlichen Irrtümern auf: Da bei allen Bränden gerade in der Schwelphase schon kurz nach Brandausbruch große Mengen hochgiftiger Gase entstehen, blieben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht erklärte er. Da könne man sich nicht darauf verlassen, von Nachbarn oder Haustieren gewarnt zu werden. Auch die Hitzeentwicklung sei kein geeignetes Warnsignal. Weit gefährlicher als Flammen oder Hitze sei nämlich der Brandrauch. Schon nach wenigen Minuten erreichten die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche Konzentrationen, die nach kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

Ein fataler Irrtum sei auch die Annahme, Steinhäuser würden nicht brennen, denn schon die Gardine, die Tapete oder etwa 100 Gramm Schaumstoff, beispielsweise in einer Couch, seien ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.

Dabei sei man selbst bei größter Vorsicht nicht vor einem Brand gefeit, denn oft entstehe ein Feuer aufgrund von technischen Defekten. Und auch das Argument, Rauchmelder seien zu teuer, wollte der Experte nicht gelten lassen. Sie seien das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt, erklärte er mit Hinweis darauf, dass in Deutschland täglich bei Bränden zwei Menschen sterben.

Wer wollte, konnte am „Tag der offenen Tür“ die modernen Rauchmelder gleich vor Ort kaufen oder bei den Kameraden der Feuerwehr bestellen.

Anhand eines Musterhauses erklärte Ferdi Bruns den Besuchern,

wie moderne Rauchmelder funktionieren.

 

Zum Bericht "Tag der offenen Tür Löschzug Einen"

 

Quelle: Die Glocke

 

Sonntag, 25. Juni 2017

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