Aktive strahlen Sicherheit aus

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr ist den 415 Mitstreitern am Freitag ein Höchstmaß an Wertschätzung entgegengebracht worden. Neben dem Rückblick von Wehrführer Christof Amsbeck, den Grußworten von Bürgermeister Jochen Walter und dem Stellvertretenden Kreisbrandmeister Heinrich Otte sowie den Regularien stand die Verabschiedung des ehemaligen Stellvertretenden Leiters der Institution, Hermann-Josef Schwienhorst, im Mittelpunkt.

„Der Dienst verlangt uns nicht nur viel ab, er gibt uns auch viel zurück“, betonte Christof Amsbeck. „Wir sind zu einer schnellen Eingreiftruppe geworden, die allen Anforderungen gerecht wird. Unser bürgerschaftliches Engagement für ein Zusammenwirken in der Gesellschaft ist für uns Ehrensache. Wir sind für die Zukunft gut gerüstet. Ich danke jedem Einzelnen von euch“, rief er in die vollbesetzte Halle der Feuerwache.

Jonas Beerenbrink verlas den Bericht der Jugendfeuerwehr, Julia Ehl informierte über die Tätigkeiten in der Brandschutzerziehung und Hermann Kerl stellte der Versammlung eine solide Kassenlage vor. Bürgermeister Jochen Walter überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung und gab sich schwer beeindruckt: „Dieses Bild vor mir strahlt Kameradschaft und Sicherheit aus“, rief er den Feuerwehrleuten aus Warendorf, Freckenhorst, Milte, Hoetmar, Einen und Vohren zu. Gerade im vergangenen Jahr seien die Wehrleute mit Großbränden besonders gefordert gewesen und hätten die jeweiligen prekären Situationen vorbildlich gelöst. „Ihr Einsatz für die Bürger ist der Schlüssel für Kameradschaft und Zusammenwirken ebenso wie die Identifikation mit unserer Stadt. Dafür gebührt Ihnen Dank. Das in die Feuerwehr investierte Geld ist gut angelegt“, meinte er unter dem Applaus der Feuerwehrmänner und -frauen.

 

Mit der Sonderauszeichnung in Gold wurden von (v. l.) Bürgermeister Walter am Freitag

Werner Lang (50 Jahre in der Feuerwehr Warendorf), Bernhard Gnegel, Franz Stählker,

Josef Weppel (jeweils 70 Jahre) und Hermann Schröder (60 Jahre) geehrt.

Christof Amsbeck und der Stellvertretende Kreisbrandmeister Heinrich Otte (hinten v. l.) gratulierten. 

 

Tragende Säulen einer Institution

Die Rede von Christof Amsbeck zur Verabschiedung von Hermann-Josef Schwienhorst war eine Hommage an einen Mann, der sein Leben in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf gestellt hat. „Du hast dich um das Feuerwehrwesen in besonderer Weise verdient gemacht“, würdigte Amsbeck seinen ehemaligen Stellvertreter. Auch ein zweites Urgestein wird die Institution zum Jahresende verlassen: Gabi Schuster, seit 15 Jahren in der Stadtverwaltung für die Feuerwehr zuständig, wird Ende des Jahres in den Ruhestand verabschiedet.

„Jeder Tag brachte etwas Unvergessliches, das in meinem Inneren bleibt“, sagte Hermann-Josef Schwienhorst am Freitag im Gespräch mit der „Glocke“. Für jeden und alles komme einmal der Abschied. „Ich konnte mich in die Sache einbringen, das hat mir gut getan und mich geprägt. Dafür danke ich der ganzen Mannschaft, die ich vermissen werde. Ich konnte helfen und genoss die Gemeinschaft. Das ging aber nur, weil meine Ehefrau Astrid und meine Familie mitgezogen hat. Ich bereue keinen Tag.“

Hermann-Josef Schwienhorst wurde als

ehemaliger Stellvertretender Leiter der Feuerwehr in die Ehrenabteilung verabschiedet.

 

Gabi Schuster war seit Januar 2000 in der Stadtverwaltung mit für das Feuerwehrwesen zuständig, prüfte Rechnungen und beglich sie, organisierte Fahrzeug- und Sachbeschaffungen, bereitete die Jahreshauptversammlungen vor und sorgte dafür, dass für die Beförderungen und Ehrungen die notwendigen Urkunden vorhanden waren. Besonders im Gedächtnis werde ihr der erfolgreich abgeschlossene Feuerwehr-Grundlehrgang bleiben, „weil ich danach alle duzen durfte“. Sie gehe mit Blick auf die Feuerwehr mit zwei weinenden Augen, „ansonsten freue ich mich schon auf die Zeit nach einem 47-jährigen Berufsleben“.

Abschied von Gabi Schuster:

„Mir selbst wünsche ich Gesundheit, und dass ich die Feuerwehr weiterhin besuchen darf, der Feuerwehrleitung, dass sie

bleibt, wie sie ist, und der Mannschaft, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen zurückkommt.“

 

 

Ehrungen & Beförderungen

Zum Feuerwehrmann: Florian Elkmann, Sebastian Fölling, Marina Austermann, Heiko Liermann, Sven Werdelhoff, Matthias Bachmann, Lars Abbenhorn und Bernd Lamers ernannt.

Zum Oberfeuerwehrmann/-frau: Adrian Ostkamp, Sascha Schlöpker, Luca Theres, Mark Grontzki, Marius Hanewinkel, Thomas Reimer, Florian Stöcker, Florian Eggelnpöhler, Sandra Lissewski, Andrea Ohlmeier, Sebastian Freise, Anja Böckenholt, Sandra Evermann, Tim Lienkamp, Tobias Lienkamp und David Fromme.

Zum Hauptfeuerwehrmann: Bernd Strotmann

Zum Unterbrandmeister: Daniel Pröbsting, Andre Papenkort und Daniel Rönker

Zum Brandmeister: Marc Schlöpker, Jens Strotmann, Sebastian Hoeps und Norbert Wesseler

Zum Oberbrandmeister: Jan Reckendrees, Daniel Wagner, Ralf Röttger und Michael Eggelnpöhler

Zum Hauptbrandmeister: Rudolf Terbaum, Andre Baggemann, Ulrich Rotthaus

Zum Brandinspektor: Martin Stählker und Michael Laumann

Zum Brandoberinspektor: Gerd Tünte und Christian Zelleröhr

Zum Standbrandinspektor: Olaf Schröder, Lars Recker und Matthias Kalthöner.

Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger, hat in Anerkennung ihrer Verdienste das Feuerwehrehrenzeichen in Silber an Stefan Harke, Michael Stählker, Willi Kottenstedde, Christoph Mense, Ludger Lienkamp, Rudolf Merten, Helmut Pöhling und Hermann Suer verliehen, in Gold an Herbert Glanemann, Frank Grontzki, Alfons Kuhlmeier, Martin Stählker, Heinz-Josef Pangsy und Berthold Gersmann. Die Sonderauszeichnung in Gold wurde an Werner Lang und Franz Sudmann (50 Jahre Mitgliedschaft) übergeben; für 60-jährige Treue an Hermann Schröder und Felix Volmer, für 70-jährige Mitgliedschaft an Bernhard Gnegel, Theodor Schabhüser, Franz Stählker und Josef Weppel.

Wegen Erreichen der Altersgrenze oder aus gesundheitlichen Gründen wurden folgende Kameraden aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr verabschiedet und wechseln zur Ehrenabteilung : Hermann-Josef Schwienhorst (42 Dienstjahre), Ferdinand Bruns (34), Gregor Stockmann (38) und Bernhard Heitmann (44).

Quelle: Die Glocke

Bericht der "Westfälischen Nachrichten"

Dienstag, 17. Oktober 2017

Designed by LernVid.com

Homepage-Sicherheit