Neuer Gerätewagen-Logistik in Dienst gestellt

Ein Gerätewagen Logistik 2 „Modulbeladung Gefahrgut“ konnte Anfang März die Feuerwehr Stadt Warendorf in Dienst nehmen. Das Fahrzeug ersetzt ein Gerätewagen Gefahrgut 1 aus dem Jahre 1991, und ein Ford Transit welcher bis zur vorzeitigen Ausmusterung im März 2012 die logistische Aufgabe übernahm.

 

Durch die Neubeschaffung des GW-L2 wird dieses Fahrzeug nun als Endergebnis zwei Fahrzeuge ersetzen. Die Logistik wurde derweil übergangsweise mit verschiedenen Fahrzeugen oder Anhängern provisorisch durchgeführt.

Im neuen Gerätewagen können nun sämtliche Ausrüstungsgegenstände für den Bereich Gefahrgut, Atemschutzgeräte und –flaschen, sowie Schläuche verladen werden. Hinzu können verschiedene Gitterboxrollwagen individuell z.B. mit Bindemitteln, Kraftstoff, Schaummittel, Sandsäcke usw. bestückt und zur Einsatzstelle transportiert werden.

Insgesamt finden bis zu acht Rollwagen - das entspricht acht Europalettenplätze -  oder bis zu neun Schlauchrollwagen auf der Ladefläche Platz.

Die Schlauchrollwagen werden nun ohne das die Schläuche wie bisher mehrfach umgepackt werden mussten direkt in der Kreisschlauchpflegerei in Ahlen inkl. Rollwagen getauscht. Das erspart nicht nur viel Zeit und Kraft, sondern es war vor allem bei verschmutzten und nassen Schläuchen nicht gerade angenehm und schonend für das Material bei den vorherigen Fahrzeugen.

Es besteht nun auch die Möglichkeit direkt an der Einsatzstelle die kontaminierten und nassen Schläuche oder die gebrauchten Atemschutzgeräte gegen saubere Gerätschaften auszutauschen. Dies erspart ebenfalls gerade bei größeren Einsatzlagen mit mehreren Fahrzeugen aus dem Stadtverband viel Zeit. Die Fahrzeuge können so komplett von der Einsatzstelle einsatzbereit zum Standort einrücken und müssen nicht einen zusätzlichen Umweg über Warendorf vornehmen. Die Einsatzbereitschaft wird dadurch schneller wieder hergestellt.   

Auf dem Fahrzeug werden für Gefahrgutlagen ständig verschiedene Gas-Messgeräte, darunter zwei Xam5000 und ein Photoionisationsmessgerät für leicht flüchtige, organische Verbindungen, Prüfröhrchen, Nachschlagewerke, vier Vollschutzanzüge sowie drei Ex-geschützte Digitalfunkgeräte mitgeführt. Bereits vier fertig bestückte Rollwagen für Gefahrgutunfälle, die sich in Umfüllen, Abdichten, Auffangen und einem Bergungsfass unterscheiden, komplettieren die Gefahrgutbeladung.

Weitere Ausstattung:

Die Ladebordwand hat eine Hubkraft bis zu 1.500kg und kann halbiert (geklappt) werden um ggf. längere Gegenstände transportieren zu können.

Eine große Anhängerkupplung sowie eine Kugelkopfanhängerkupplung ermöglichen das ziehen von verschiedenen Anhängervarianten.

Alle Beleuchtungseinrichtungen im und am Fahrzeug sind in LED-Technik und die Fahrscheinwerfer in Xenon-Licht ausgeführt.

Der pneumatische Lichtmast ist mit sechs über den Fahrzeugmotor betriebene 24V LED-Scheinwerfern (Hella Power Beam 3000) versehen.

Eine Multifunktionsleiter, ein 13 KVA Stromerzeuger, eine Beleuchtungseinheit (Power Moon), Tauchpumpe TP 4/1, eine Mini Chiemsee B1400 für Lenzarbeiten, Stihl Motorsäge MS441, div. Handwerkzeug, Kühlbox, Schneeketten, Wechselkleidung für die Einsatzkräfte

Je ein Rollwagen Umfüllen, Abdichten, Auffangen und Bergungsfass,

3 Gitterboxrollwagen für eine individuelle Bestückung

1 Rollwagen für 24 Atemluftflaschen

3 Rollwagen mit je 8 Atemschutzgeräten und Masken

Technische Daten:


Fahrzeugtyp: Gerätewagen-Logistik Typ2 (Kurzbezeichnung: GW-L2)

zul. Gesamtmasse: 16.000 kg

Leistung: 210KW / 286 PS

Getriebe: Allison Vollautomatik

Erstzulassung: 12/2013

KFZ-Zeichen: WAF - FW 741

Funkrufname: Florian Warendorf 1 – GW-L2-1

Fahrgestell: Mercedes-Benz 1629 Allrad – teilmilitärische Ausführung

Aus- & Aufbau: Fa. GSF in Twist/Emsland

Standort: Warendorf – Am Holzbach

 

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Freitag, 22. September 2017

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