Ernennung zum Ehrenwehrführer für Josef Recker

Über einen gelungenen Neuanfang, neu gewonnenes Vertrauen und etliche neu gesetzte Akzente freute sich Christof Amsbeck. Als neuer Wehrführer eröffnete er erstmals die Jahreshauptversammlung des Stadt-Feuerwehrverbandes. In der wurde mit großer Zufriedenheit Bilanz gezogen. Der frühere Wehrführer Josef Recker wurde ehrenvoll verabschiedet und zum Ehrenwehrführer ernannt.

 

Verabschiedet wurde bei der Jahreshauptversammlung der langjährige Feuerwehrleiter Josef Recker (links). Bürgermeister Jochen Walter dankte ihm persönlich.

 

 

Abschiedsgeschenk für Ehrenwehrführer Josef Recker

 

Christof Amsbeck begrüßte erstmals ins seiner Funktion als Wehrführer neben den Aktiven und Zugführern die Ehrenabteilungen aus den Löschzügen Warendorf, Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Einen und Vohren sowie Vertreter der Stadt mit Bürgermeister Jochen Walter an der Spitze und Vertreter der Politik.

Amsbecks Vorgänger Josef Recker hatte im vergangenen Jahr gesagt, „jetzt haben wir alle die Chance und Aufgabe, mit einem Neuanfang und Aufbruchstimmung frische Motivation und neues Vertrauen zu schaffen“ – „ich freue mich sehr darüber, dass dieser Neuanfang Wirklichkeit geworden ist“, so Amsbeck. „Altes Vertrauen konnte wieder hergestellt und neues aufgebaut werden.“ Ziel sei es, dass dies so bleibe und sich noch weiter festige. Vieles sei auf den Weg gekommen. „Auch wir als Feuerwehr Warendorf befinden uns aktuell im Wandel. Und zwar in vielen Bereichen“.

Im November war die neu gestaltete Homepage der Feuerwehr online gegangen. Dazu gehört ein integriertes Forum, das jedem Löschzug mit einem internen Bereich zur Verfügung steht. „Im vergangenen Jahr haben 167 594 Besucher unsere Homepage www.feuerwehr-waredorf.de besucht. Auch die MEMO-Datenbank wird ständig überarbeitet. Sie liefert einen genauen Überblick über die geleisteten Einsätze der sieben Löschzüge und ebenfalls über Einsatzorte und die Dauer der Einsätze. Die Kräfte der Freiwillige Feuerwehr wurden 2912 zu 319 Einsätzen gerufen und leisteten dabei 5 867 Einsatzstunden.

An den Gerätehäusern ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen. Renovierungsarbeiten, bauliche Veränderungen bis hin zu Neubauten sind aufgrund der sich ebenfalls wandelnden Fahrzeugtechnik und Sicherheitsvorgaben notwendig geworden. Im Mai 2012 konnte das neue Gerätehaus in Einen eingeweiht werden. Auch im Warendorfer Norden wurde der Standort um zusätzliche Räume erweitert. 2013 werden Renovierungsmaßnahmen im Gerätehaus am Holzbach durchgeführt. Der Neubau des Gerätehauses Hoetmar soll 2014 erfolgen. Den Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans folgend, wird sich auch der Fahrzeugpark im Jahre 2013 weiter verändern. So hat man mit der Umstellung der Dienstkleidung nach dem neuen Kleidererlass NRW begonnen. „Für die Zukunft sind wir dank Eures großen Engagements, Eures Fachwissens und Eurer Unterstützung gut gerüstet“, so Amsbeck.

Bürgermeister Jochen Walter stellte die Einsatzbereitschaft und Kameradschaft zur Sicherheit der Bürger in den Vordergrund. „Die Bürger fühlen sich sicher.“ Er sprach der Feuerwehr seinen Respekt für die Kraft aus, Umbrüche aus sich heraus zu bewältigen und lobte die gute Atmosphäre der Zusammenarbeit.

Den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr gab Jonas Beerenbrink, Schriftführer der Jugendfeuerwehr Warendorf. Auf lebendige Art erzählt er, wie die Jugend in die Aufgabenbereiche der Feuerwehr eingeweiht werde. „Das Highlight war ein Einsatz mit echtem Feuer.“ Die Jugendfeuerwehr kann in diesem Jahr bereits ihren 40. Geburtstag feiern.

Schriftführer der Jugendfeuerwehr Jonas Beerenbrink

 

„In den Löschzügen wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen zur Brandschutzerziehung durchgeführt“, berichtete Olaf Schröder in Vertretung von Julia Ehl, Leiterin des Fachbereichs Brandschutzerziehung und -aufklärung des Stadtverbandes. 525 Kinder wurden bei 19 Veranstaltungen mit der Thematik vertraut gemacht. Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung kann entweder in der Wache oder in Kindergärten und Schulen stattfinden.

Auch im Jahre 2012 wurden wieder neben einem ein Grundlehrgang und theoretischer oder praktischer Ausbildung durchgeführt und auch zahlreiche Leistungsnachweise vergeben werden. Des Weiteren hatte Amsbeck einige Ehrungen, Beförderungen und auch Entlassungen vorzunehmen. Das Feuerwehrenzeichen in Silber für die 25-jährige und in Gold für die 35-jährige Mitgliedschaft wurde vergeben. Dazu gab es Sonderauszeichnungen für die 50-, 60-, und 70-jährige Mitgliedschaft. Josef Recker wurde in einer feierlichen Verabschiedung der Titel Ehrenwehrführer verliehen.

Kreisbrandmeister Heinz Nordhoff wagte einen Blick in die Zukunft. „Einsatz braucht Vielfalt und Vielfalt braucht Einsatz“ brachte er es im Hinblick auf die multikulturelle Gesellschaft auf den Punkt.

In den nicht-öffentlichen Anhörungen hatten die Mitglieder sich eindeutig für die Übernahme der beiden offenen Funktionen des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Warendorf durch Olaf Schröder und Lars Recker ausgesprochen. Nordhoff wird den Vorschlag an Bürgermeister Walter und den Rat der Stadt Warendorf weiterleiten.

Kreisbrandmeister Heinz Nordhoff

 

Es gab einige Wechsel in den Ämtern. Hermann-Josef Schwienhorst stellt mit Erreichen des 60. Lebensjahres seine Funktion als stellvertretender Leiter der Feuerwehr Warendorf nach 17 Jahren zur Verfügung. In fünf der sieben Löschzüge gab es Funktionswechsel beim Zugführer oder dessen Stellvertretern. Schröder stellte seine Funktion als Zugführers des Löschzuges II zur Verfügung, um seine neue Funktion als stellvertretender Leiter der Feuerwehr übernehmen zu können.

Aufgrund des Besuchs der Meisterschule kann Thomas Pumpe nicht mehr weiter als stellvertretender Zugführer des Löschzuges II fungieren. Dadurch wurde eine Neustrukturierung der Zugführung der Löschzüge I und II erforderlich. Neuer stellvertretender Zugführer des Löschzuges I wurde Christof Otto. Gerd Tünte führt ab sofort den Löschzug II, und dessen Nachfolger als stellvertretender Zugführer ist nun Martin Stählker.

In Hoetmar gab Lars Recker ebenfalls seine Funktion in der Zugführung auf, um für seine neue Aufgabe in der Wehrführung zur Verfügung zu stehen. Sein Nachfolger als stellvertretender Zugführer wurde Carsten Recker.

Roland Danwerth wollte nach 18 Jahren als Zugführer des Löschzuges Milte Platz für jüngere Kameraden machen. So übernahm Gereon Plessner dessen Posten und wird jetzt von Christoph Evermann als Stellvertreter unterstützt.

Mit dem Erreichen der Altersgrenze von 63 Jahren wurde Bernhard Heitmann nach 24 Jahren als Zugführer des Löschzuges Vohren durch Michael Laumann abgelöst. Nachfolger von Maik Pelster, der seine Funktion als stellvertretender Zugführer des Löschzuges Vohren ebenfalls zur Verfügung stellte, wurde Martin Schönebeck.

Auch in der Leitung der Jugendfeuerwehr gab es einen Funktionswechsel. Ralf Röttger beendete nach elf Jahren seine Tätigkeit als stellvertretender Jugendwart. Roland Sendker trat seine Nachfolge an.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten und Die Glocke

Montag, 29. Mai 2017

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