Jahreshauptversammlung 2017 des Löschzuges Hoetmar

Auszeichnung machtden Chef besonders stolz

Der Chef selbst ist von seinen Kameraden zum „Feuerwehrmann des Jahres“ gekürt worden. Am Freitagabend erhielt Löschzugführer Willi Kottenstedde die Auszeichnung bei der Generalversammlung der freiwilligen Feuerwehr im Gerätehaus. Sichtlich gerührt nahm Kottenstedde die Urkunde aus den Händen von Sven Werdelhoff entgegen.
„Das ist schon eine besondere Auszeichnung“, bemerkte Kottenstedde. Jedes Jahr wählt der Festausschuss des Löschzugs einen Kameraden, der sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders durch seinen Einsatz hervorgetan hat. „Das erfolgt völlig unabhängig“, erklärte Kottenstedde und bemerkte dazu, dass ihn dieser Ehrentitel aus den Reihen seiner Mannschaft mit besonderem Stolz erfülle.
Zuvor schon hatte Kottenstedde einen weiteren Vertrauensbeweis erhalten: Einstimmig war er für weitere sechs Jahre zum Löschzugführer gewählt worden. Die Riege der Verantwortlichen wurde durch die Wiederwahl von Andrea Ohlmeier als Kassiererin, André Knubel zum Schriftführer und der Neuwahl von Hans-Josef Mertens zum Gerätewart komplettiert.
Mertens wurde gleich zweimal aufgerufen. Der Hauptbrandmeister erhielt anlässlich seines Wechsels in die Ehrenabteilung ebenso wie Brandinspektor Bernd Besselmann einen gut gefüllten Frühstückskorb. Für Mertens beginnt nun ein weiterer Abschnitt in seinem ohnehin schon bewegten Feuerwehrleben. 1967 war er in die Reihen der Blauröcke eingetreten, bis 2010 im Löschzug Freckenhorst aktiv, bevor er in die Ehrenabteilung wechselte. Durch die Teilnahme am Pilotprojekt Feuerwehrensache kehrte er noch einmal in den aktiven Dienst zurück – diesmal aber im Löschzug Hoetmar. Und dort wird er nach Erreichen des 67. Lebensjahrs nun zwar nicht mehr an Einsätzen oder Übungen teilnehmen können, aber die Wartung der Gerätschaften übernehmen. „Das ist möglich“, bestätigte Stadtbrandinspektor Christof Amsbeck als Leiter der Feuerwehr Warendorf diese Entscheidung. Jeder, der sich der Feuerwehr verbunden fühle, könne sich einbringen – sei es bei der Förderung des Nachwuchses oder wie im Fall Mertens durch Übernahme einer Funktion, die aber nicht mit dem direkten Einsatzgeschehen zu tun habe.
Der Stadtbrandinspektor dankte den Mitgliedern des Löschzugs Hoetmar für ihren ungebrochenen Einsatzwillen. Gerade in einer Zeit, da sich Rettungskräfte immer öfter Anfeindungen ausgesetzt sähen, sei es umso bewundernswerter, wenn sich die Kameraden bei Alarmierung nachts aus dem Bett quälten, um im strömenden Regen eine Ölspur zu beseitigen oder eine Unfallstelle auszuleuchten.

 Lob gab es vom Stadtbrandinspektor Christof Amsbeck.

 

1151 Einsatzstunden haben die 52 aktiven Mitglieder des Löschzugs Hoetmar in Dienst der Allgemeinheit im abgelaufenen Jahr geleistet. 28 Einsätze hatte Schriftführer André Knubel in seinem Protokoll verzeichnet: von der Brandlöschung, der Hilfe bei Verkehrsunfällen bis zum Freiräumen von Wegen durch den Einsatz von Motorsägen. Immer wieder zeigte sich dabei, wie schnell und akkurat die Wehrleute dank ihrer guten Ausbildung arbeiten konnten. Und dann täten auch Dankesbekundungen aus der Bevölkerung manchmal gut, wie Stadtbrandinspektor Christof Amsbeck betonte.
Wie attraktiv die Feuerwehr schon für die Jüngsten ist, stellte der Löschzug Hoetmar am Freitag auch gleich unter Beweis. Im Gerätehaus hatte sich die Kinderfeuerwehr versammelt – die einzige im Kreis Warendorf –, um den älteren Kameraden selbstgebastelte Karten zu übergeben. Der Nachwuchs ist mit Feuereifer dabei, wie Leiter Josef Recker voller Freude feststellen konnte. „Franzi wollte sogar ihren sechsten Geburtstag sofort hier bei uns feiern“, bemerkte er mit einem Schmunzeln. Natürlich durfte sie das auch.

Einzigartig im Kreis Warendorf: Die Kinderfeuerwehr im Löschzug Hoetmar ist eine besondere Art der Nachwuchswerbung.

Das Modell zahlt sich aus. Viele Kinder bleiben bei der Stange. Drei Mitglieder wechselten jetzt in die Reihen der Jugendfeuerwehr.

 

Mit Sönke Mense, Arian Starp und Ben Herweg wechselten an diesem Abend gleich drei Mitglieder der Abteilung in die Jugendfeuerwehr. Sie sind erst elf Jahre alt, waren aber sichtlich stolz, den neuen roten Helm zu tragen, der sie nun als Aktive in der nächsten Abteilung kennzeichnet. „Das ist der richtige Weg“, zeigte sich Josef Recker überzeugt, den Heranwachsenden früh Werte wie Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft vermittel zu können.

Der rote Helm passt schon: Der elfjährige Sönke Mense (l.) erhielt

das Zeichen der Jugendfeuerwehr aus den Händen von Jugendwart Paul Poppenborg.

Zahlen & Fakten

100 Prozent Dienstbeteiligung im Löschzug Hoetmar erreichten im vergangenen Jahr Marina Austerhoff, Tobias Tertilt, André Füllenkemper, Simon Volkmer, Manfred Austerhoff, Alexander Volkmer, Sven Werdelhoff und Carsten Recker. Um diesen Einsatz zu belohnen, wird die Gruppe eine Bootstour auf der Ems mit anschließendem Grillabend unternehmen. Das ist auch als Ansporn gedacht, damit im kommenden Jahr möglicherweise noch mehr Kameraden an so einem Ausflug teilnehmen können.

DIe 100-Prozentigen: (v.l.) Alexander Volkmer, Simon Volkmer, Marina Austerhoff, André Füllenkemper, Manfred Austerhoff,

Sven Werdelhoff, Tobias Tertilt und Carsten Recker haben an allen Diensten des Löschzuges Hoetmar teilgenommen.


Als Feuerwehrmann wurde Nils Recker neu in die Reihen der Aktiven aufgenommen. Die Abstimmung dazu erfolgte in geheimer Wahl. Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten Nils Tertilt und Stephan Werdelhoff.
Die Kinderfeuerwehr im Löschzug Hoetmar zählt 34 Mitglieder, 13 Mädchen und 21 Jungen. Die Dienstbeteiligung lag in der Gruppe bei 89 Prozent. Mitglied werden kann man ab sechs Jahren.
In den Festausschuss gewählt wurde Daniel Arens.

Neu in den Reihen der AKtiven das Löschzugs:

Nils Recker freut sich nach der geheimen Wahl.

 

Quelle: Die Glocke

 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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