Jahreshauptversammlung 2014 des Löschzuges Hoetmar

Ehrenamtliches Engagement ist einzigartig

Christof Amsbeck, Leiter der Feuerwehr Warendorf, sparte am Samstag bei der Mitgliederversammlung des Löschzugs Hoetmar nicht mit Lob für die Kameraden aus dem Golddorf: „Landauf, landab ist eine Eigenleistung dieses Ausmaßes einmalig. Ich kenne nichts Vergleichbares.“

Wohl zum letzten Mal fand die Mitgliederversammlung im Gerätehaus an der Raiffeisenstraße statt – und genau das war auch der Anlass für das Lob des Feuerwehrchefs. Beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses haben die Kameraden nämlich schon 2700 Stunden Eigenleistung absolviert, 2200 Kubikmeter Erdaushub bewegt, Maurer- und Dachdeckerarbeiten erledigt und Fenster eingebaut. Ein Engagement, für das auch die Hoetmarer Ratsfrau Monika Kaiser (SPD) den Feuerwehrkameraden höchsten Respekt zollte. „Euer unglaubliches Engagement hat alle Hoetmarer Bürger mitgerissen.“ 90 000 Euro an Eigenleistungen hatte der Löschzug zugesichert. „Eine Größenordnung, die mir schlicht unvorstellbar schien“, bekannte Kaiser in ihrem Grußwort. „Neben Übungsabenden und 30 Einsätzen habt Ihr 755 Stunden überörtliche Hilfe geleistet und so ganz nebenbei ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut“, würdigte sie die Leistung der Kameraden, die im gesamten Dorf anerkannt werde.

Diese Leistung stellte auch Löschzugführer Willi Kottenstedde in den Mittelpunkt. „Ein erfolgreiches Jahr 2014 liegt hinter uns“, bilanzierte er und erinnerte an das erreichte Ziel, den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses winterfest zu machen. „Das haben wir geschafft.“

An die Einsätze und Geschehnisse des vergangenen Jahres erinnerte Schriftführerin Sandra Lissewski. Neben den Einsätzen in Hoetmar und Umgebung berichtete sie auch von überörtlichen Einsätzen bei Unwetterschäden in Ratingen und Erkrath sowie in Münster. Schon 2013 waren die Hoetmarer Kameraden überörtlich im Einsatz – damals bei der Flutkatastrophe in Magdeburg. Den beteiligten Einsatzkräften Manfred Austerhoff, Florian Eggelnpöhler, André Knubel, Christoph Kortenjann, Stefan Kottenstedde, Willi Kottenstedde, Sandra Lissewski und Carsten Recker überreichte Stadtbrandmeister Christof Amsbeck die Fluthelfernadel des Landes Sachsen-Anhalt.

Ausgezeichnet wurden auch die Teilnehmer des Leistungsnachweises. Heiko Liermann und Sven Werdelhoff erhielten es in Bronze, Florian Eggelnpöhler, Sandra Lissewski und Andrea Ohlmeier bekamen das Abzeichen in Silber, und Michael Eggelnpöhler sowie Stefan Kottenstedde konnten sich über das Leistungsabzeichen in Gold mit blauem Grund freuen.

 

Ihre Leistungsnachweise erhielten (v. l.) Ludger Heuckmann, Andrea Ohlmeier, Carsten Recker, Sandra Lissewski,

Florian Eggelnpöhler, Heiko Liermann, Stefan Kottenstedde, Sven Werdelhoff, Lars Recker, Michael Eggelnpöhler und Olaf Schröder.

 

 

Viel Applaus für die verdienten Kameraden

Norbert Pahnreck ist Hoetmars Feuerwehrmann des Jahres. Die zugehörige Urkunde und ein Präsent konnte der Unterbrandmeister bei der Generalversammlung des Löschzugs am Samstag im Gerätehaus ebenso entgegennehmen wie den Applaus der Kameraden.

 

Als Feuerwehrmann des Jahres wurde Norbert Pahnreck ausgezeichnet.

 

Durch tatkräftige Einsätze und seine humorige, gesellige Art zeichne sich Pahnreck aus, würdigte Diter Recker den "Feuerwehrmann des Jahres“.

Pahnreck war indes nicht der einzige Kamerad, der sich am Samstag über den Applaus der Kameraden im Gerätehaus freuen durfte. Ausgezeichnet wurden nämlich auch Florian Eggelnpöhler, Klaus Eggelnpöhler, André Füllenkemper und Theo Vogel-Hanhoff, die im abgelaufenen Jahr keinen der 24 Dienstabende verpasst hatten.

 

Für 100 Prozent Dienstbeteiligung wurden (v.l.) Florian Eggelnpöhler,

Andre Füllenkemperund Klaus Eggelnpöhler geehrt.

 

Dank sagten die Kameraden auch Berthold Gersmann und Josef Recker. Nach 37 (Gersmann) beziehungsweise 45 (Recker) Dienstjahren wurden beide am Samstag in die Ehrenabteilung der Wehr befördert.

 

 

Dank für 37 beziehungsweise 45 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: (v.l.) Stellvertretender

Löschzugführer Carsten Recker, Berthold Gersmann, Josef Recker und

Löschzugführer Willi Kottenstedde

 

Applaus gab es auch für Moritz Harbert, Steffen Sickmann, Nils Tertilt und Stephan Werdelhoff. Die vier wurden ohne Gegenstimmen als Feuerwehrmannanwärter neu in den Löschzug aufgenommen.

Wie wichtig die Nachwuchsgewinnung ist, hatte Stadtbrandinspektor Christof Amsbeck in seinem Grußwort verdeutlicht und auch an die Teilnahme der Feuerwehr Warendorf am landesweiten Pilotprojekt „Feuerwehrensache“ erinnert. Erste Ideen seien schon entstanden, nannte Amsbeck den Übergang von der Jugendfeuerwehr in den Löschzug im Alter von 16 Jahren und eine flexible Altersgrenze beim Übergang in die Ehrenabteilung.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden Gruppenführer Ludger Heuckmann und Stellvertreter Rudolf Terbaum in geheimer Wahl einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso einstimmig fielen die übrigen Personalentscheidungen aus. André Knubel löst Sandra Lissewski als Schriftführer ab, Andrea Ohlmeier ist Nachfolgerin von Dieter Recker als Schatzmeister, Sven Mersmann folgt Christoph Kortenjann als Kassenprüfer und Christoph Kortenjann ist Nachfolger von Dieter Recker im Festausschuss. Als Fotowart des Löschzuges löst Ludger Heuckmann Stefan Kottenstedde ab.

 

In den Vorstand des Löschzugs Hoetmar wurden bei der Versammlung (v. l.) André Knubel,

Andrea Ohlmeier, Rudolf Terbaum und Ludger Heuckmann gewählt.

 

Ein neuer Löschteichbeauftragter wird dagegen noch gesucht. Nach 25 Jahren in dieser Funktion will Heinz Dollmann kürzer treten, konnte sich am Samstag aber erst einmal über ein Präsent und anhaltenden Applaus freuen.

 

Quelle: Die Glocke

 

Bericht der "Westfälischen Nachrichten"

Donnerstag, 21. September 2017

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