Menschenrettung und Wasserförderung geprobt

„Hallo, ist da jemand?“ Die Stimmen der Einsatzkräfte mischen sich mit dem typischen Geräusch von Atemschutzmasken. Die Sicht ist komplett vernebelt, beim Fortbewegen sind die Feuerwehrleute ausschließlich auf ihren Tastsinn angewiesen.

Was ist passiert? Auf dem Gelände der Stahlbaufirma Bornemann hat es eine Entzündung nach Schweißarbeiten gegeben. Nun sitzt eine Person auf dem Dach fest, eine andere ist in der Halle unter einem Stahlträger eingeklemmt. So lautete die Ausgangslage zur jüngsten Übung des Löschzugs Freckenhorst der Freiwilligen Feuerwehr, die am Samstagnachmittag erfolgreich vonstattengegangen ist.

Während ein Teil der Mannschaft die Person auf dem Dach mittels Steckleiter retten konnte, suchten zwei Trupps nach dem Arbeiter, der sich nach Auskunft seines Kollegen noch in der verrauchten Halle befand. Als Opfer diente eine Puppe, die nach erfolgreicher Suche von den Einsatzkräften ins Freie befördert werden konnte.

 

Mittels einer Steckleiter gelangten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vom Löschzug Freckenhorst auf das

Dach der Stahlbaufirma Bornemann.Ein Arbeiter musste von dort gerettet werden. 

 

Arbeiter auf dem Dach: Feuerwehrmann André Brinkmann.

 

An anderer Stelle waren die Kameraden mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zur Wasserförderung hatten die Hydranten des Gewerbegebiets gedient. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles gut gelaufen. Aber genau deswegen üben wir ja“, resümierte Hauptbrandmeister Thomas Tünte, der das Szenario im Vorfeld ausgearbeitet hatte und vor Ort als Übungsleiter im Einsatz war. Insgesamt war der Löschzug mit drei Wagen und insgesamt 26 Rettungskräften angerückt. Getestet wurden bei dieser Übung im Speziellen die Wasserförderung aus einem Hydranten, die Menschenrettung über eine Steckleiter sowie mit Atemschutz und der Umgang mit dem Digitalfunk. Dass Letzterer einwandfrei funktioniert, ist unabdinglich, denn: „Die Absprache zwischen den Trupps ist ganz wichtig, damit man beispielsweise bei der Personenrettung in der Halle weiß, welcher Bereich schon abgesucht worden ist und welcher nicht“, erklärte André Brinkmann, der die Rolle des Arbeiters auf dem Dach übernommen hatte. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass ein Bereich mehrfach und ein anderer gar nicht überprüft wird.“

 

Die Maske sitzt: Unter Atemschutz sind die Feuerwehrkameraden

in die verrauchte Werkshalle vorgedrungen.

 

Der Löschzug Freckenhorst führt zweimal pro Monat Übungen durch, um Mängel aufzudecken und verschiedene Abläufe für den Ernstfall zu trainieren.

Quelle: Die Glocke

Samstag, 24. Juni 2017

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