Gemeinschaftsübung der Löschzüge Freckenhorst und Vohren

Feuerwehrkameraden üben ganz nah an der Realität

Wenn es ein realer Brand gewesen wäre, wäre es für die Löschzüge aus Freckenhorst und Vohren ein Großeinsatz gewesen. Doch als aus einem Haus an der Everswinkeler Straße am Dienstagabend Rauch aufstieg, handelte es sich zum Glück nur um eine Übung.

Diese war jedoch so täuschend echt angelegt, dass vor der Übung eigens die Leitstelle informiert worden war – für den Fall, dass besorgte Anwohner den vermeintlichen Brand melden würden. Und da das Haus an der Everswinkeler Straße momentan leer steht und bald renoviert werden soll, hatten sich Markus Frese, Thomas Olgemöller, Roland Sendker und Markus Ahrens ein Szenario ausgedacht, das den Kameraden alles abverlangte.

Diese wussten nach der Alarmierung lediglich, dass ein Brand ausgebrochen war und zwei bis vier Personen im Gebäude waren. Als sie ankamen, fanden sie das Haus vollkommen verqualmt vor, zudem waren auch die Türen verschlossen, sodass ein Einstieg nur über den Balkon und zwei Fenster möglich war. Um bei dem Qualm überhaupt arbeiten zu können, mussten die Trupps, die ins Haus gingen, mit Atemschutzgeräten ausgerüstet werden und sich dann in voller Montur durch die engen Fenster zwängen. Danach standen sie direkt vor der nächsten Herausforderung, denn im Inneren des Hauses waren sie, trotz Lampen, im Rauch völlig blind. Mühsam tasteten sich die Zweier-Gruppen auf der Suche nach den Vermissten von Raum zu Raum, während ihre Kollegen draußen die Rettung koordinierten.

 

Ein Einsatz ganz wie in der Realität: Nachdem sie das Fenster aufgebrochen hatten,

drangen die Kameraden in das verrauchte Haus ein.

 

Nach dem Eintreffen am Einsatzort galt es, die Lösch- und Rettungsarbeiten

so schnell wie möglich vorzubereiten und zu koordinieren.

 

Bei der Suche teilten sich die beiden Löschzüge die Arbeit: die Freckenhorster stiegen durch ein Fenster ins Erdgeschoss ein, während ihre Vohrener Kollegen über den Balkon in den ersten Stock eindrangen. Nach einer kurzen Organisationsphase zu Beginn fanden sich die Feuerwehrleute schnell zurecht, sodass nach einer knappen halben Stunde alle Vermissten gerettet waren und der Kunstnebel mit Gebläsen aus dem Gebäude geblasen werden konnte.

„Das Besondere an dieser Übung war, dass vieles trainiert werden konnte, was bei normalen Übungsabenden nicht zu machen ist“, erklärte Einsatzleiter Jörg Stakenkötter. „Wir konnten direkt im Objekt aktiv werden und hatten beispielsweise verschlossene Türen, die aufgebrochen werden durften. So was kann man nicht simulieren“, betonte er.

So fanden die Feuerwehrleute Bedingungen vor, die sie sonst wohl nur bei Ernstfällen erleben und waren begeistert, dass sie ihr Können so realitätsnah testen konnten.

 

In Zweiergruppen suchten die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz nach den Vermissten.

 

Quelle: Die Glocke

Freitag, 18. August 2017

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