Menschenrettung bei Übung im Vordergrund

Das Strohlager auf dem Hof Schulze Stentrup hat Feuer gefangen. In dem Gebäude steht ein Trecker – und viel wichtiger: Insgesamt drei Personen werden noch in dem verrauchten Lager vermutet.

Zum Glück war diese Situation, mit der der Löschzug Freckenhorst der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag in der Bauerschaft Flintrup konfrontiert wurde, nur die Ausgangslage einer Übung, die Thomas Tünte, Andre Brinkmann und Jan Willmann gemeinsam erarbeitet hatten. „Heute stehen die Menschenrettung unter Atemschutz sowie der Umgang mit den Digitalfunkgeräten im Mittelpunkt“, schilderte Tünte die Herausforderungen, denen sich die 30 Kameraden des Löschzugs Freckenhorst beim Übungseinsatz zu stellen hatten.

 

Lagebesprechung am Einsatzort: (v.l.) Gruppenführer Christian Zelleröhr

und Einsatzleiter Edmund Becker

 

Eine Herausforderung wäre im Ernstfall auch die Löschwasserversorgung im Außenbezirk geworden. Gut 600 Meter vom Hof Schulze Stentrup entfernt gibt es einen Löschteich, von dem das Wasser herangepumpt werden könnte. „Das heute zu üben, ist nicht sinnvoll“, machte Thomas Tünte am Samstag deutlich. Die Böden seien viel zu nass, so dass die schweren Einsatzfahrzeuge tiefe Spuren in der Wiese und auf dem Feld hinterlassen würden. „Das ist nicht notwendig.“

 

 

Die Rettung der Verletzten, die die Kameraden im Strohlager erst finden mussten,

stand im Mittelpunkt der Übung des Löschzuges Freckenhorst

 

Aber auch ohne die Gewährleistung der Löschwasserversorgung warteten auf die Kameraden bei der Übung genügend Aufgaben. Neben der Rettung der drei vermissten Personen aus dem verrauchten Strohlager galt es, einen benachbarten Gastank zu schützen und bei den Löscharbeiten auf die auf dem Dach des Lagers installierte Photovoltaikanlage zu achten.

Als Verletztendarsteller fungierte nicht nur eine Übungspuppe, sondern auch zwei Kameraden der Jugendfeuerwehr, die so die Übung unterstützten.

 

Ausgerüstet mit Atemschutz gingen die Kameraden

des Löschzuges Freckenhorst ihre Aufgaben an.

 

Quelle: Die Glocke

Freitag, 18. August 2017

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