Gemeinsame Übung von DRK und Feuerwehr

Gemeinsame Übungen absolvieren die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) öfter. Doch für den Übungseinsatz am Samstag hatten sich Richard Poppenborg vom der Löschzug Freckenhorst und Bernd Peveling von der DRK-Ortsgruppe etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Es galt, nach einem Unfall, an dem ein Flüssiggastransporter beteiligt war, nicht nur Verletzte zu retten und eine Explosion zu verhindern. Es mussten auch alle Häuser im Umkreis von 500 Metern um den Unfallort evakuiert und die Bewohner in eine Notunterkunft gebracht werden. „So einen Einsatz hatten wir bis jetzt nur einmal im Kreishaus an Hand von Karten durchgespielt“, so Poppenborg. So entstand die Idee, das Szenario auch einmal in Wirklichkeit zu proben.

 

Ein schneller Löschangriff war am Samstag gefragt, um zu verhindern,

dass der am Unfall beteiligte Flüssiggastransporter explodiert.

 

Gleichzeitig konnte das DRK bei der gemeinsamen Übung den Digitalfunk testen. „Wir haben gerade neue Geräte angeschafft und natürlich verbessert sich so auch die Kommunikation zwischen uns und der Feuerwehr“, erklärte Peveling.

Damit die Übung möglichst realistisch durchgeführt werden konnte, ohne die Anwohner zu verunsichern, waren diese vorher eingeweiht worden und beteiligten sich mit sichtlicher Freude.

 

Die Feuerwehr sorgte dafür,

dass alle Häuser im Umkreis des Unfallorts geräumt wurden.

Zunächst griff die Feuerwehr ein, die an den „Unfallort“ eilte, um den schwerverletzten Fahrer des Autos zu retten. Danach ging es dann an die Sicherung des Flüssiggasanhängers, der ebenfalls in den Unfall verwickelt war. „In dem Anhänger sind 21 000 Liter Gas. Wenn man den Brand am Auto nicht schnell löscht und den Hänger kühlt, kann es schnell zu einer Explosion kommen“, erklärte Hans-Ulrich Dühlmann von der Raiffeisen Freckenhorst, die den Anhänger und ihr Gelände zur Verfügung gestellt hatte.

 

Die Erstversorgung der verletzten Personen , die die Feuerwehr gerettet hatte,

übernahmen bei der gemeinsamen Übung in Freckenhorst Mitglieder der DRK-Ortsgruppe.

 

Nachdem die Gefahr gebannt war, erhielten alle Mitglieder der Feuerwehr noch eine Einweisung, wie ein defekter Gasanhänger im Notfall zu sichern ist.

Gleichzeitig richteten Mitglieder des DRK an der ehemaligen Hauptschule eine Sammelstelle für die Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten, ein. Danach wurde Haus für Haus abgegangen, um alle Bürger aus der Gefahrenzone zu bringen. In der provisorischen Sammelstelle wurden dann die Aufnahme und psychologische Erstversorgung geprobt, ehe es für die Evakuierten in die Notunterkunft am DRK-Heim ging.

 

An der Sammelstelle mussten sich alle

evakuierten Anwohner registrieren.

 

Nach Abschluss der Übung fanden sich dort auch die Feuerwehrmänner zur Auswertung des gelungenen Übungseinsatzes im Nordfeld ein.

Den Nachmittag ließen Anwohner sowie Aktive der Feuerwehr und des DRK beim gemütlichen Grillen ausklingen.

 

Bilder und Text: Die Glocke

Freitag, 18. August 2017

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