Mit schwerem Atemschutz im Seniorenheim geübt

An den Tag vor 28 Jahren erinnert sich Thomas Tünte noch genau: „Damals habe ich im Keller gesessen und auf die Feuerwehrkameraden gewartet“, berichtet er von der bis dahin letzten Alarmübung des Löschzuges Freckenhorst, die 1985 am Dechaneihof St. Marien stattfand.

Am Samstag führten die Wege des Hauptbrandmeisters auch in den Keller – aber nur, um sich ein Bild davon zu machen, wie die gut 40 Kameraden des Löschzugs und der Jugendfeuerwehr mit der aktuellen Übungssituation zurechtkamen.

 

Aus dem Keller sollten zwei Personen gerettet werden.

 

Ein Schwelbrand im Keller des Seniorenheims mit zwei vermissten Personen – wäre diese Alarmierung am Samstag nicht die Grundlage einer Übung, sondern tatsächlich Realität gewesen, es wären weit mehr Rettungsfahrzeuge angerückt als „nur“ der Löschzug Freckenhorst und das DRK der Stiftsstadt. Schließlich hätten bei einer solchen Notfallsituation auch die Bewohner des Seniorenheims evakuiert werden müssen.

 

Die Menschenrettung unter Atemschutz stand bei der

Übung des Löschzugs Freckenhorst am Dechaneihof im Mittelpunkt.

 

Darauf wurde bei der Übung am Samstag verzichtet. „Für uns geht es heute darum, die Menschenrettung unter Atemschutz zu üben“, machte Thomas Tünte den wichtigsten Übungsinhalt deutlich. Zudem gelte es gerade für die neuen Mitglieder des Löschzugs, die Gegebenheiten im Dechaneihof St. Marien kennenzulernen. Ein Grund mehr dafür, dass die Übung mit einer Begehung des Seniorenheims endete.

 

Die reibungslose Versorgung mit Wasser überwachte

Maschinist Bernd Sendker am Löschfahrzeug.

 

Vorher aber galt es, die vermissten Personen im komplett verrauchten Keller des Seniorenheims zu finden, sie zu bergen und den Kräften des DRK Freckenhorst zur medizinischen Versorgung zu übergeben. Unterstützt wurden die Mitglieder des Löschzugs Freckenhorst dabei von der Jugendfeuerwehr, die sich beispielsweise um einen Löschangriff kümmerte.

 

Die Jugendfeuerwehr war in die Übung mit eingebunden

und simulierte am Samstag einen Löschangriff.

 

„Es ist gut, dass wir heute wieder einmal am Dechaneihof üben konnten“, dankte Thomas Tünte im Namen des Löschzugs Heimleiterin Monika Abeling sowie den Hausmeistern Markus Tertilte und Theo Klosterkamp. Für einen möglichen Ernstfall habe man bei dieser Gelegenheit wichtige Erkenntnisse gewonnen, so Tünte. „Die Anfahrt der Fahrzeuge war auf den engen Straßen nicht optimal“, hatte er am Samstag festgestellt.

 

Quelle: Die Glocke

Montag, 11. Dezember 2017

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