Familie Stählker brennt für Feuerwehr

„1943 bin ich in die Feuerwehr eingetreten. Bei Brandalarm rückten wir mit Pferdewagen und Einspritze zum Löschen aus. Seitdem hat sich viel verändert“, erzählt der 87-jährige Franz Stählker, der der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf bis heute treu geblieben ist.

Besonders stolz ist das Mitglied der Ehrenabteilung auf seine Kinder und Enkel, die sich ebenfalls bei der Feuerwehr engagieren. Damit schlägt das Herz der Familie Stählker seit drei Generationen für die Feuerwehr. „Ich freue mich darüber, dass sowohl meine Söhne Martin und Michael als auch meine Enkel Daniel und Florian der Feuerwehr in Warendorf beigetreten sind.“ Gedrängt habe er keinen seiner Nachkommen, betont Franz Stählker.

Bei Sohn Martin (54) war es ein Schlüsselerlebnis, das zu seinem Beitritt führte: „Es war auf dem 50. Geburtstag meines Vaters, als Helmut Merkentrup zu diesem sagte: ‚Du hast vier Söhne. Einer muss doch zur Feuerwehr kommen.‘ Einen Dienstabend später trat ich ein.“ Martin war fasziniert „von der technischen Ausrüstung und der Kameradschaft, die er zwischen seinem Vater und dessen Kollegen erlebt hat und mittlerweile selbst erfährt“. Der heutige Berufsfeuerwehrmann und Stellvertretende Löschzugführer ist immer noch von der Technik begeistert: „Wir haben zum Beispiel eine 30 Meter lange Drehleiter. Es ist etwas Besonderes, sie zu bewegen und zu beherrschen.“

Sein jüngerer Bruder Michael (44) machte es ihm gleich, und nahm den nächsten runden Geburtstag des Vaters zum Anlass, der Feuerwehr als Ehrenamtlicher beizutreten. „Beide haben mir das Engagement vorgelebt, so dass ich schon früh mit der Feuerwehr in Berührung gekommen bin.“ Für ihn sei das Ehrenamt auch ein Grund gewesen, der Heimat während des Studiums und danach verbunden zu bleiben, berichtet der heutige Brandmeister und hauptberufliche Oberstudienrat des Paul-Spiegel-Berufskollegs. „Andere gehen im Studium weg, ich habe weiter bei der Feuerwehr geholfen und mache es immer noch“, sagt Michael. Schon oft sei er mit Erstaunen darauf angesprochen worden, dass sein Einsatz nur ehrenamtlich sei. Aus der nächsten Generation sind die Söhne von Martin Stählker, Daniel (28) und Florian (24), aktiv. Daniel arbeitet hauptberuflich beim Deutschen Roten Kreuz und Florian als Tischler. Wenn es brennt, werden sie angefunkt. „Das Geräusch höre ich sofort. Nachts bin ich direkt hellwach – und los geht’s!“, sagt Florian. An das nächtliche Aufstehen habe er sich schon gewöhnt, auch weil zu dieser Zeit seine meisten Einsätze seien. „Tagsüber zur Arbeit nehme ich den Pieper nicht mit.“

 

Martin, Michael, Franz und Florian Stählker (v. l.)

engagieren sich in drei Generationen bei der Feuerwehr Warendorf.

Donnerstag, 21. September 2017

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