Jahreshauptversammlung 2014 der Löschzüge I und II

Einsatzwille macht Wehr zur leistungsstarken Einheit

Bei der Jahreshauptversammlung der für das Stadtgebiet Warendorf zuständigen Löschzüge I und II stand nach der Begrüßung durch Zugführer Gerd Tünte zunächst die geleistete ehrenamtliche Arbeit im Fokus der Ausführungen.

„205 Lösch-, Schutz-, Rettungs- und Bergeeinsätze mit 3059 geleisteten Einsatzstunden, über 2000 Übungsstunden und zusätzlich der Besuch von 44 Lehrgängen und 51 Seminaren, beispielsweise zum Thema ‚Umgang mit nicht deutsch sprechenden Menschen im Brandeinsatz’ prägten unser Engagement im vergangenen Jahr. Euer täglicher Einsatzwille macht uns zu einer leistungsstarken Einheit, dafür danke ich Euch“, lobte Tünte die Kameraden.

Überregional sei man auf die Leistungsstärke der Warendorfer Wehr nach dem Pfingststurm „Ela“ am 9. und 10. Juni aufmerksam geworden, so Tünte: „In der Nachbesprechung zu diesem Großeinsatz in der Region Düsseldorf wurden wir wegen unserer besonders guten Leistungen ausdrücklich erwähnt“, freute sich der Führer des Löschzuges II.

Nach dem von Michael Stählker verlesenen Protokoll der vorigen Jahreshauptversammlung gab Helmut Merkentrup für die Ehrenabteilung einen lebendigen und umfassenden Bericht ab. „Wir sind nicht die ‚Alten’, die nur am Rande geduldet werden. Wir sind eine von Euch akzeptierte und in Ehren gehaltene tolle Truppe mit vielen Aktivitäten und großem Zusammenhalt. Unser Dank gilt unseren jungen Kameraden für deren Unterstützung“, sagte er.

Nach der Pause übernahm Otto Höhne die Moderation und leitete zu den Regularien über. Die Kassierer wurden einstimmig entlastet. In der von Christof Amsbeck als Leiter der Warendorfer Feuerwehr geleiteten geheimen Abstimmung wurde Otto Höhne „mit eindeutiger Mehrheit“ als Löschzugführer I für weitere sechs Jahre bestätigt.

Amsbeck ging in seiner darauffolgenden Ansprache intensiv auf das Projekt „Feuerwehrensache“ ein, das die Handlungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren nachhaltig stärken soll: „Eine stärkere Wertschätzung unserer Arbeit, die Erschließung neuer Zielgruppen, Möglichkeiten der Inklusion, Reaktivierung von Mitgliedern, Flexibilität bei Einstiegs- und Altersgrenzen sowie der Erhalt der Erfahrungen unserer älteren Kameraden sind die Schlagworte, mit denen wir uns zukünftig befassen müssen“, zeigte Amsbeck weitere neue Tätigkeitsfelder auf, in die sich alle Kameraden einbringen sollten. Mit der Aufforderung: „Bewege Dich, damit sich etwas bewegt“, beschloss der Feuerwehr-Chef seine Ausführungen.

 

Auszeichnung für 70-jährige Treue

In der Totenehrung gedachten die Feuerwehrleute den im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden Josef Strothoff, Engelbert Hagemeyer und Josef „Semmi“ Weppel.

Urkunden und Abzeichen für vielfach abgelegte Leistungsnachweise wurden an Wilfried Notarp, Kevin Schulte, Fabian Zepke, Florian Brechtken, Mathias Artmann und Tim Einig verliehen. Eine ganz besondere Ehrung wurde Josef Rolfes für 50-jährige und Anton Berghaus für 70-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf zuteil.

 

Die Feuerwehrleitung mit Lars Recker, Olaf Schröder und Christof Amsbeck überreichte die Leistungsnachweise an Michael Stählker,

Wilfried Notarp, Kevin Schulte, Fabian Zepke, Florian Brechtken, Mathias Artmann und Tim Einig (v. l.).

 

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Josef Rolfes geehrt. Anton Berghaus ist der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf bereits seit 70 Jahren treu.

Mit den Jubilaren freuten sich Otto Höhne, Martin Stählker und Gerd Tünte (v. l.) über die Auszeichnungen. Bilder: Stock

 

Helmut Merkentrup schilderte humorvoll die Aktivitäten der „Jungen Alten“.

 

Olaf Schröder, Stellvertretender Leiter der Feuerwehr, beschloss den offiziellen Teil mit einer Betrachtung der Parallelen zur Fußball-Nationalmannschaft: „Wir haben ebenso wie die Nationalmannschaft ein einheitliches Trikot und einheitliche Abzeichen. Wir alle leben in einem und für ein Team. Die anderen mögen Superstars haben – wir haben eine Mannschaft. Und das macht uns stark!“

 

Quelle: Die Glocke

 

Bericht der "Westfälischen Nachrichten"

Freitag, 17. November 2017

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