Feuerwehr rettet zwei Verletzte vom Gelände der Kläranlage

„Rettung von zwei Personen“, so lautete kürzlich eine Meldung an die Feuerwehr Warendorf, die die Kameraden der Löschzüge eins und zwei auf den Plan rief. Zum Glück war es nur eine Übung auf dem Gelände der Kläranlage des Abwasserbetriebs Warendorf.

Eine Person befand sich auf dem circa zehn Meter hohen Faulturm im explosionsgefährdeten Bereich, die andere Person hielt sich im Pumpenkeller der Schlammbehandlung auf. Dort wurde ein Brand simuliert, so dass die Feuerwehr mit Atemschutzgeräten ausgestattet, vorgehen musste.

Der Abwasserbetrieb hat seine Mitarbeiter mit einem Personennotrufsignal ausgestattet. Das Gerät löst bei horizontaler Lage oder Bewegungslosigkeit des Mitarbeiters einen Alarm aus. Dieser Alarm geht zuerst an die Kollegen im Betriebsgebäude, wird dort nicht sofort reagiert oder ist niemand anwesend, wird der Alarm weiter zur Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Warendorf geleitet.

Nach Eintreffen der Rettungskräfte muss die verunglückte Person auf dem weitläufigen Gelände gesucht werden. „Leider ist das Signal nicht so genau, dass wir die Gebäude oder die genaue Lage der verletzten Person orten können, wir sind auf Unterlagen vom jeweiligen Standort und Informationen zu den dortigen Arbeitsabläufen angewiesen“, erläuterte Christof Otto, Einsatzleiter der Feuerwehr. „Daher ist es noch effektiver, wenn Mitarbeiter des Abwasserbetriebs an der Rettung beteiligt werden, was der Notfallplan auch vorsieht.“

Ralf Bücker, Betriebsleiter des Abwasserbetriebs, bedankte sich ausdrücklich bei der Feuerwehr. „Einen wirklichen Notfall hatten wir zum Glück noch nie. Aber falls es zu einem Unfall, Brand oder auch zu einer Explosion auf dem weitläufigen Gelände kommen sollte, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Uns ist es wichtig, Notfällen möglichst effektiv vorzubeugen. Und das nicht nur auf dem Gelände der Kläranlage, sondern auch auf den anderen abwassertechnischen Anlagen, die der Abwasserbetrieb im Stadtgebiet Warendorf betreibt.“

Bei der Feuerwehrübung wurde die verletzte Person mittels Drehleiter vom Faulturm gerettet. Der simulierte Brand gelöscht und der Rauch mit Hochleistungslüftern aus dem Gebäude gedrückt. Nach gut einer Stunde wurde der Einsatz für beendet erklärt.

Quelle: Die Glocke

Freitag, 17. November 2017

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